Innerhalb der deutschen Gesellschaft, speziell in der Familienpolitik, aber auch darüber hinaus, reiben sich seit Jahren zwei Positionen: Die von maskulistischen Gruppierungen dominierte ›Befreit-den-Mann‹- Haltung und die von bürgerlich-feministischen Gruppierungen dominierte ›Helft-der-Frau‹-Solidarität – die schlechteste und billigste Kopie der 68er-Konstellationen und auch angebotener ethnischer Parteinahme zum Nahostkonflikt. Man hat offiziell die Wahl zwischen: Hüh oder Hott;; Pest oder Cholera; Männer oder Frauen, Emma oder Manndat, „antideutsch“ oder „antisemitisch“; Regen oder Traufe?

Aber nicht die beeindruckenden Ideen und politischen Praxen der Vorturner, sondern das jeweils schlimmere Gegenüber soll – wenn auch subtil und nicht immer – eine geschlechtersolidarische Parteinahme begründen: Wer gegen bürgerlichen Feminismus ist, läuft Gefahr von Maskulisten vereinnahmt zu werden und wer in deren Definition für die Unterdrückung der Männer ist (…für dieses Prädikat reicht es, gegen die Unterdrückung der Frauen zu sein) wird als „Femifaschist_In“ oder „lila Pudel“ stigmatisiert und aus der Diskussion ausgeschlossen. Wer sich aber gegen die Ausbeutung der Männer ausspricht (und sei es nur vom marxistischen Ansatz, sprich: genderwertfrei’ mit Fokus auf die Produktionsverhältnisse an denen aktuell vor allem Männer partizipieren), macht sich des ‚Antifeminismus’ schuldig und wird auch aus dem Kollektiv der Frauensolidarischen ausgegrenzt sehen. Dabei wird man in der Vereinnahmung (oder beim Ausschluß) weder durch die eine noch von der anderen Seite über eigene Inhalte aufgeklärt, sondern lediglich über die Belanglosigkeit der eigenen Meinung vor dem Hintergrund des großen und über jeden Zweifel erhabenen Ziels der Befreiung des eigenen Kollektivs oder über die Bösartigkeit des Gegners.
Für linke Familienpolitik, die an Emanzipation aus bestehenden Hierarchien, sozialem Fortschritt und Gleichberechtigung festhält, käme es hingegen darauf an, die Parteinahme gerade nicht daran festzumachen, wer grausamer den anderen niederhalten will. Es geht darum, sich in emanzipatorischen Zielen zu finden und mit Ideen zu solidarisieren und abstrakt sozialen Fortschritt zu etablieren. Diese Vorstellungen und Methoden sind aber im Maskulismus und im bürgerlichen Feminismus selten bis kaum zu finden.

Aber:
1.) Linke Politik solidarisiert sich nicht mit ‚Opfern‘, der so oder so lautenden Unterdrückungslogik, sondern mit politischen und gesellschaftlichen Zielen, die über jede Art von Unterdrückung und Ausbeutung hinausweisen. Der Kampf gegen Ausbeutung ist überall auf der Welt und aus jeder Position legitim. Die Legitimität dieses Widerstandsrechtes begründet sich in der Ausbeutung selbst – sie sagt aber nichts über die sonstigen politischen Ziele der Protagonisten aus. Maßstab für linke Familienpolitik kann jedoch nicht der im Grundgesetz verankerte Schutz der Ehe (als Keimzelle des Staates) sein, sondern die Mittel und Ziele, die über jede Form von Vorschrift hinausweisen, in diesem Sinne ist die Autonomie und Emanzipation der Individuen oberste Zielsetzung – und nicht die Normierung zwischenmenschlicher Beziehung. Liebe kennt keine Regeln.

2.) Linke Politik wird nicht Unrecht mit Unrecht vergelten. Wer gezielt › die Männer‹, ›die Frauen‹ angreift bzw. zur Geisel polemischer Auseinandersetzungen macht – ob aus Gründen der gefühlten Unter- oder Überlegenheit – macht sich dem Gegner gleich. Es gibt auch darum keinen Grund für linke Politiken, sich mit dem gegenwärtigen Schwarzerismus oder mit dem Maskulismus bzw. hegemonialer Männlichkeit zu solidarisieren. Wer einen politischen, gesellschaftlichen und moralischen Konflikt in Worten und Taten genderisiert, wer politische Ziele undifferenzierter Polemik unterordnet, wer nur das ‚falsche‘ Geschlecht der Unterdrücker beklagt, bekämpft nicht Unterdrückung, sondern reproduziert sie.

3.) Wer den Geschlechterkampf in Deutschland mit Methoden und Zielsetzungen des deutschen Faschismus vergleicht (‚Femifaschismus‘, die Behauptung eines ›Holocaust/Shoah an Männern oder Frauen‹), kritisiert nicht die derzeitigen Verhältnisse, sondern beweist nur einen undifferenzierten und kritikwürdigen Umgang mit dem Begriff ›Faschismus‹.

4. ) Linke Familienpolitik ist auch in Deutschland schwach und einflusslos. Doch sie hat hier, in demokratisch gesicherten Verhältnissen, das Privileg und die Chance, denen zu widersprechen, die nur noch auf anrührende Weise der Logik der Ausbeutung das Wort reden (sei es in Form eines angenommenen Rechts der Männer auf ‚Selbstverteidigung’ oder das Recht der Frauen, auf ‚Vergeltung’).
Aber wer den Geschlechterkampf beenden will, sucht sich den ‚Ausbeuter‘ nicht aus, sondern verhandelt mit ihm. Seit einiger Zeit existiert ein solches Friedensangebot:
Isis Agenda 4711

Für eine bessere Familienpolitik

1. Gleichstellung der Elternschaft mittels vereinfachtem Anerkenntnisverfahren, (§ 1591 BGB wie folgt: Mutter eines Kindes ist die Frau, welche die Mutterschaft anerkannt hat; § 1592 BGB wie folgt:
Vater eines Kindes ist der Mann, welcher die Vaterschaft anerkannt hat.) ; daran geknüpft erfolgt das gemeinsame Sorgerecht (wie in Frankreich)

2. Umgangsverweigerung als Staftatbestand (siehe Frankreich)

3. einklagbares Umgangsrecht für Kinder auch mit getrennt leben Elternteilen

4. Abschaffung der nachehelichen Versorgungsverantwortung für Expartner und außer Haus lebende Nachkommen, wie Witwenrente, Ehegattenunterhalt, Kindesunterhalt für getrennt lebende Kinder – gleichberechtigte Erwerbsobliegenheit

5. Abschaffung des Ehegattensplittings als Steuervorteil für Ehepaare; Abschaffung jeder Privilegierung der Ehe!

6. Ausweitung des nachgeburtlichen Beschäftigungsverbotes auf Väter; 6 Wochen vollbezahlter Elternschutz (bisher Mutterschutz) nach der Geburt eines Kindes

7. personelle Bindung der Elternzeit an beide Elternteile in gleichberechtigtem Maße, 6 Monate für den Vater, 6 Monate für die Mutter zu 63 % des Nettoeinkommens (wie in Schweden)

8. § 219 StGB, Erweiterung der Beratungspflicht auf ein Beratungsangebot für werdende Väter

9. Sozialversicherungspflicht für unterhaltsabhängige Ehepartner.

10. Abschaffung der Wehrpflicht

11. Ersatzlose Streichung der §§ 218 a, b, c StGB




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