Piratenpartei

Popp floppt (auch)!

Andi Popp floppt!

Andi, „Stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland“, wirkt ein wenig genervt über den „Genderstreit“, der angeblich „Alle Jahre wieder“ kommt. Dazu labert er dann ´ne ganze Menge Mist, aber unter anderem auch Sätze wie diese:

Ein Streitpunkt bei der Frage ist häufig, die Verwendung des generischen Maskulinums. Ich sag es gleich, ich bin dafür. Sprache ist etwas gewachsenes und in unserer gibt es eben ein generisches Maskulinum.

Ach, Herr Popp, Sie fühlen sich so schlau und sind es nicht. Es ist ganz wunderbar, dass sie das generische Maskulinum (genMask) kennen und ich finde es sehr großzügig, dass Sie dafür sind, nur verstanden haben Sie esnicht. Um nämlich das generische Makulinum „Piraten“ anzuwenden, Herr Popp, bräuchte es ja erstmal eine weibliche Form „Piratin“, die dann grammatikalisch korrekt zum Maskulinum wird.

Ein Satz wie “Ich bin Pirat!” von einer Frau gesprochen, ist kein genMask, sondern grammatikalisch schlicht falsch. Auch “Wir sind Piraten!” wäre nur dann richtig, wenn es eben nur Männer sind, sonst nicht. Anwendung fände “Piraten” als genMask unter Bezugnahme auf inbegriffene Frauen nur dann, wenn eben korrekt das genMansk angewendet würde, wie zBsp. in einem Satz “Frauen sind die klügeren Piraten.” und eben dann, weil es dann unsinnig wäre, die weibliche Form anzuwenden, weil sowieso alle Frauen weiblich sind. Niemand würde einen Zwerg klein oder einen Riesen riesig nennen oder einen Eckpfeiler in die Ecke stellen. Ein Satz wie “Frauen sind die klügeren Piratinnen.” wäre also aussagelogisch nicht besonders elegant, ein Pleonasmus.

Was Sie für den genMask halten ist dabei nur die Mehrzahl des einfachen, männlichen “Pirat”. Den genMask korrekt anzuwenden, macht aber gerade ihr Sprachregelung unmöglich, denn eine weibliche Form ist überhaupt nicht zugelassen.

Sie, Herr Popp, sich aber nun ein machthungriger Typ und dass diese zum eigenen Vorteil wirklich fast jede Norm außer Kraft setzen, schockiertmich nicht, aber wenn eine Frau Anti-frauen-politik mitträgt und zu diesem Zweck auch noch Grundregeln der Sprache korrumpiert, dann ist es nur noch peinlich.

Kurzum: Alle Frauen in der Piratenpartei, die solchen Unsinn von sich geben wie “Ich bin Pirat!” sollten bitte noch einmal einen Grundkurs Deutsch belegen, um zu verstehen, dass ihre Befindlichkeit nicht die deutsche Grammatik überwindet! Ich selbst bin ja sehr dankbar dafür, wenn sich wenigstens ein paar Frauen den Machos an die Brust werfen, das erspart uns vielleicht die ein andere soziale Verwerfung, aber zBsp. das „Ich bin Pirat!“ von einer Frau (is doch eine, oder?) tut einfach nur in den Augen weh- nicht nur wegen der pinken Haare (sind die echt?), sondern wegen akuter Grammatikschwäche. Bleibt also bitte bei der Wahrheit:

Rassismus 2.0

Ein interessanter Kommentar zu diesem Beitrag sollte an dieser Stelle herausgehoben werden. Ein „Andi“ (seiner IP nach surft er gerade aus Fort Lauderdale diesen wunderbaren Blog an) schreibt:

Was wir dazu sagen?
Unterschiede zwischen Mann und Frau sind eindeutig: Der Mann hat einen Penis, die Frau nicht (manche hätten wohl gerne einen ..). Die Frau hat Brüste, der Mann dafür nicht (auch hier gibt es einige Männer, die sich Brüste wünschen und auch bekommen).
Genauso kann man Unterschiede zwischen ethnischen Gruppen sehen. Ureinwohner Afrikas haben dunklere Haut als Kaukasier. Asiaten haben glatteres Haar, andere Augenformen etc.
Allgemein anerkannt ist, dass keine der ethnischen Gruppen den anderen überlegen ist. Genau so ist das bei Mann und Frau. Und genau so wird der Benutzer des Piratenforums das wohl meinen.
Ich bin gespannt, ob dieser Kommentar überhaupt veröffentlicht wird, oder ob dir eine logische Schlussfolgerung eine Zensur wert ist. Beleidigungen scheinen ja in anderen Kommentaren durchzukommen, da sie dich in deiner Opferrolle stärken.

Die Schlussfolgerung Elohims zusammengefasst: Wenn du meinst, ein Geschlecht sei dem anderen überlegen, musst du dasselbe für „Rassen“ oder ethnische Gruppen behaupten.

Nein, Andi, eine logische Schlußfolgerung – sofern ihre eine folgerichtige wäre – wird nicht zensiert, Rassismus allerdings schon. Nur dieses mal nicht. Damit kann ich arbeiten, um den Piraten wieder einmal die rechtspopulistischen Hintergründe um die Ohren zu hauen.

Ob nun im Beitrag von „Andi“ mit „wir“ die Piraten gemeint sind oder die NPD, ist bisher unklar. Dass diese Argumentation allerdings von ganz Rechtsaußen kommt, würde Andi – wie eben auch Ray Magini, Simon Lange, Bodo Thiesen, Stefan Aaron König, Sven Knurr und [jemand, der versprochen hat, nie nie wieer über Linke zu hetzen!]- ganz sicher zu einem angesehenen Piraten machen. Dass „Andi“ nun Elohim verteidigen will, legt den Verdacht durchaus nah. Ob er es so kann, wage ich zu bezweifeln, denn wie wir wissen – wir meint jene, die keine Rassisten sind – denn die genetischen Unterschiede sind nicht nur evolutionstheoretisch von besonderer Bedeutung (Fortpflanzung und so), sondern auch wirklich bedeutend. Die Unterscheidung des Menschengeschlechts in Männer und Frauen ist dabei nicht unbedeutend, zu dem ergeben sich daraus besondere Schlußfolgerungen für das Fortbestehen der Menschheit wie auch die Sozialisation an sich. Die biologischen(!) Unterschiede zwischen Männern und Frauen überwinden zu wollen, scheint eine neue Meisterleistung besonders simpler Geister zu sein, dies nun aber argumentativ an die Rassentrennung zu binden, ist nicht nur einfach sinnfreier Blödsinn.
Dazu zitiere ich einfach wikipedia, das wirklich jeder interntaffine Cyberstalker finden können sollte:

Rassentheorien (auch Rassenkunde oder Rassenlehre) sind heute als überholt angesehene Theorien, die die Menschheit in verschiedene Rassen einteilten. Die vermeintlichen Rassen wurden primär aufgrund physischer Merkmale wie der Hautfarbe und der Behaarung unterschieden, zumeist wurden jedoch auch Unterschiede im Charakter und bei Fähigkeiten angenommen. Diese Ansichten gelten seit den 1990er Jahren als überholt, da genetische Untersuchungen ergaben, dass die Unterschiede zwischen den vermeintlichen Rassen wesentlich geringer sind als die Variabilität innerhalb dieser Populationen und dass es sich somit nicht um Rassen im biologischen Sinn handelt. Von den Rassentheorien zu unterscheiden ist der vielfach an sie anschließende, teils aber auch direkt implizierte Rassismus, der zwischen höher- und minderwertigen Menschenrassen unterscheidet und Zusammenhänge zwischen rassisch bedingten Eigenschaften und der Kulturentwicklung behauptet.

Aber natürlich geht es auch spezialisierter:

„Im Grunde genommen sind wir alle Afrikaner“

In einer Stellungnahme der UNESCO heißt es, daß die molekularbiologischen Erkenntnisse über genetische Vielfalt der Menschen traditionelle Rassenkonzepte ausschließen. Dafür gibt es folgende Gründe:

# Mindestens 75 % der menschlichen Gene variieren nicht, sie sind also bei allen Menschen gleich.
# Trotz erheblich erscheinender morphologischer Unterschiede sind die genetischen Distanzen zwischen den geographischen Populationen des Menschen gering. Sichtbare Unterschiede zwischen Menschen täuschen uns über genetische Differenzen. Einige wenige Merkmale überbewerten wir nur aus dem Grunde, weil sie besonders auffallen. Der „Typus“ ist ein schlechter Wegweiser zu genetischen Distanzen: Zwischen (morphologisch fast nicht zu unterscheidenden) west- und zentralafrikanischen Unterarten des Schimpansen sind sie zum Beispiel etwa zehn Mal so groß wie zwischen menschlichen Populationen (z.B. Afrikaner und Europäer).

# Der größte Anteil der genetischen Unterschiede zwischen Menschen befindet sich nicht zwischen, sondern innerhalb der geographischen Populationen. Mindestens 90 % der genetischen Unterschiede befinden sich innerhalb lokaler oder eng benachbarter Populationen, die Unterschiede zwischen den geographischen Gruppen umfassen höchstens 10% der genetischen Verschiedenheit.

Und nun die „Geschlechter-trennung“, jene, die Piraten mit ihrer „Post-Gender“-Ideologie überwinden wollen:

Was macht den Mann zum Mann?

Streckt man das gesamte menschliche Erbgut auf 2.000 km, sind es gerade mal 27 Zentimeter die den körperlichen Unterschied zwischen Mann und Frau ausmachen. Die so genannte „Sex determinierende (bestimmende) Region“ (SRY) auf dem Y-Chromosom ist ein Gen, das nur Männer in sich tragen. Es sorgt bereits in der sechsten Schwangerschaftswoche dafür, dass die Bildung der Hoden beginnt und der Mann zum Manne wird. Wissenschaftler haben in den letzten Jahren über 100 verschiedene Gene auf dem kleinsten aller Chromosomen entdeckt, die Körper und Psyche des Trägers vermännlichen.
Das „starke“ Geschlecht?

Männer werden auch heute noch oft als das starke Geschlecht bezeichnet und so sehen sie sich auch gerne selbst! Allerdings scheint – rein biologisch – eher das Gegenteil der Fall zu sein. Die Frau hat mit der XX-Kombination zweimal den identischen Chromosomenstrang zur Verfügung. Wenn ein Gen auf einem X-Chromosom schadhaft ist, wird es durch das Gen auf dem anderen Strang ersetzt. So tritt bei der Frau auch jede Erbanlage doppelt auf. Dem Mann – Träger der XY-Kombination – fehlt dieses Äquivalent. Genetische Erkrankungen, die auf dem X-Chromosom verankert sind, wie z. B. die Bluterkrankheit, treten deshalb vorrangig bei Männern auf.

Die körperlichen Unterschiede sind also klar.

An der genetischen Grundlage, was Frauen und Männer trennt, XX und XY, bstehen keine Zweifel. Tendenzen zur Überwindung dieser Tatsache sind mir außerhalb der Piratenpartei bisher nicht begegnet. Ab und zu wird behauptet, die Gendertheorie versuche genau das und plane aus einem Mischmasch aus „Umerziehung“ (Volker Zastrow, René Pfister) und „operativen Eingriffen“ (der Fall Reimer) die Überwindung der biologischen Differenz. Natürlich ist das Zusammenlegen beider Differenzen ein Trugschluß. Aber es wundert eben nicht, wenn der ornage Mainstream die Differenz schon zur Diskriminierung macht.

Es geht bei der Gendertheorie nicht um Infragestellung der biologischen Unterschiede, sondern um soziale. Dazu kann man sich stellen wie man will, aber man muß bei der Wahrheit bleiben. Kurios wirkt darum aber nun, was die Piraten versuchen, nämlich genau das: Ein politisches Umerziehungsprogramm zur Diffamierung biologischer als „Rassismus“ und einem Denkverbot wissenschaftlicher Erkenntnisse. Dazu werden dann kurzer Hand die biologischen Geschlechter Mann und Frau auf genetischer Grundlage den widerlegten Rassetheorien ohne genetische Grundlage gleichgestellt und die Überwindung beider „Theorien“ gefordert – obwohl die eine, die Sache mit den Rassen, schon lange nicht mehr gültig und bereits als das geächtet wird, was es ist: Rassismus, und die andere Theorie nicht nur eine politische Theorie ist, sondern eine zentrale Grundlage der modernen Humanwisschenschaften.

Das Unvermögen die Rassentrennung von der biologischen Kategorisierung der Menschen in Männer und Frauen zu unterscheiden, ist dabei weniger ein Problem, als die Wiedereinführung bereits widerlegter und überkommener Konzepte wie eben die Rassentheorie eine ist. Dass die Trennung der Menschen in Rassen so wenig haltbar ist wie die Auf- und Abwertung, ist allgemein bekannt und politischer wie sozialer Konsens (außer natürlich bei den Piraten und anderen Rechtsaußenparteien), aber die Gleichsetzung mit der durchaus berechtigten und unwiderlegbaren genetischen Differenzen zwischen Mann und Frau, gibt diesem Unsinn einen neue Aufwind und neuen Nährwert. Die Beschimpfung der Kritiker dieser Simplifizierung als Rassisten macht dann das Drama darum komplett. Und es wird auch nicht besser, wenn die Piraten zu diesem Konzept der Wiedereinführung der Rassentheorie deren Überwindung fordern, weil eine Überwindung einen Ist-Zustand voraussetzt, der so nicht gegeben ist: Lediglich an der Trennung der Geschlechter in Männer und Frauen zweifelt niemand, wie auch nicht an der Bestandkraft der genetischen Ursache (XX/XY), nur – und zu unser aller Glück – die Rassentrennung ist bereits überwunden, aber davon wollen die Piraten im verzweifelten Kampf gegen die Rechte der Frauen (die mit dem anderen Chromosomensatz) eben leider nichts wissen.

Hierzu, und zur Erinnerung, die Erklärung über „Rassen“ und rassistische Vorurteile, verabscheidet am 27.11.1978 durch die 20. Generalkonferenz der UNESCO!

PS
Ab 0.00 Uhr schalte ich nur noch Beiträge frei, die mir inhaltlich zusagen, deren Verfasser eindeutig erfassbar ist und deren Standort über die IP in Deutschland verortet werden kann.

Update:

Hallo,
wir sind angemahnt worden, dass in Deinem Blog-Eintrag

http://isis-welt.blog.de/2010/03/06/rassismus-2-8129459/

eine Verletzung der persönlichen Ehre vorliegt.

Bitte entferne namentliche Nennungen und direkte Hinweise der Person ‚Mirko Rosinsky‘ innerhalb der nächsten 24 Stunden, da wir ansonsten administrativ eingreifen werden.

In Zukunft möchten wir Dich bitten, auf die Publikation rufschädigender
Inhalte zu verzichten, anderenfalls sind wir gezwungen, das Blog ohne
Vorwarnung zu löschen.

Vielen Dank für das Verständnis und Deine Kooperation.

Mit freundlichen Grüßen

Dein blog.de Kundenservice
++++++++ Unser 24/7 Hilfe-Bereich ++++++++
FAQ: http://support.blog.de
Hilfe-Forum: http://hilfe.blog.de

Das ist Piratenpolitik: Freiheit im Netz!

:-)

Piraten sind keine Fasschisten!

Ritinardo hat es aufgespürt und mich zum Lachen gebracht:

Piraten können Faschismus nicht buchstabieren

Ja, das ist jetzt wörtlich gemeint. Bevor es jetzt wieder heißt: “Wie kommst Du denn darauf” verweise ich auf die aktuelle Mitgliederbefragung(PDF) . Darin steht “Fasschistisch”.

Ich denke wenn man so ne Umfrage macht, sollte man das schon buchstabieren können. Immerhin haben KEINE Piraten sich dazu bekannt. Interessant aber dass man dann doch auch noch “Reaktionär” und “Patriotisch” und “Konservativ” im Angebot hatte.

:-)

Antisemitismus bei den Piraten!

Antisemiten bei Postkultveranstaltung

In der Nacht vom 23. auf den 24. Januar diesen Jahres kam es bei der Veranstaltung „Glaucha Rockt“ des Postkult e.V. im Kulturtresor 21 zu antisemitischen und sexistischen Beschimpfungen. Der Partybesucher Benjamin Ö. beschimpfte einen anderen Gast aufgrund des offensichtlichen Tragens der Staatsinsignien des Staates Israel als „Judenschwein“.

Benjamin Ö. ist ehemaliger stellvertretender Pressesprecher des Bildungsstreiks an der MLU Halle sowie Vorsitzender Richter des Schiedsgerichtes der Piratenpartei (LSA) und fiel bereits in der Vergangenheit durch sexistische Äußerungen auf. Im November 2009 hatte er im Rahmen des Bildungsstreiks eine Frau als „Schlampe“ bezeichnet, welche einmal „ordentlich durchgefickt“ werden müsste.
Auch bei der Veranstaltung des Postkult e.V. blieb es nicht bei antisemitischen Beschimpfungen seitens Ö.. Als es zu einer Auseinandersetzung zwischen ihm und anderen Gästen aufgrund der geäußerten Beschimpfungen kam, betitelte er diese als „Schwuchtel“ und „schwule Sau“.
Als sich die antisemitisch beschimpfte Person beim Tresenpersonal beschweren wollte, gab es keinerlei Reaktion seitens der Angestellten oder der Veranstalter. Stattdessen trat ein weiterer Gast an die Person heran und sagte „Halt mal deine Fresse du Zionist.“, um dann fortzufahren „Ihr seid nicht besser als die Nazis.“ und „Langsam verstehe ich Hitler.“.
Eine Woche später wurde die beschimpfte Person anderenorts von jemandem auf den Vorfall im Kulturtresor 21 angesprochen, welcher sich nach eigenen Angaben zu den Organisatoren der Veranstaltungen des Postkult e.V. zählt. Nachdem ihm die Situation und die o.g. Beschimpfungen geschildert wurden, antwortete dieser gelassen „Lieber verbaler Sexismus, als wie Muschis zu Viert auf einen los zu gehen.“.
Diese Reaktion lässt erahnen, warum sich Antisemiten und Sexisten wie Benjamin Ö. auf den Veranstaltungen des Postkult e.V. unbehelligt vergnügen können.

Dieser Zustand ist völlig inakzeptabel. Daher fordern wir den Postkult e.V. auf, zu diesen Geschehnissen Stellung zu beziehen und in Zukunft Antisemiten und Sexisten von ihren Partys auszuschließen.

Initiative Schöner feiern ohne Nazis / Antifaschistische Aktion Halle

Beim BPT 2011 hat sich Bejamin Ö. für das Bundesschiedsgericht beworben:

Piraten sind keine Demokraten!

Nominiert: Benjamin Stöcker.

Der nämlich trägt auch sein P durch die Gegend wie einst Stalin seinen Schnurrbart. Wahrscheinlich isser auch noch stolz drauf. Das allein reicht nun aber noch nicht für den Kalauer der Woche, Ben geht noch weiter:

Er möchte gern „Ein Vertretersystem (Delegiertensystem) für die Piratenpartei – LV Bayern“ diskutieren. Ben kam nämlich auf die total abgefahrene Idee, die Piraten entscheidungsfähig machen zu wollen, mittels Urabstimmung. Wahrscheinlich hat er mal irgendwo gelesen, dass auch eine Partei – vor allem wenn sie demokratisch sein will – nicht nur zahlende Mitglieder braucht, sondern denen auch das Gefühl der politischen Teilhabe vermitteln muß. Manchmal nur, damit sie auch noch recht lange zahlen. Ben war also mutig, Ben wagt Mitbestimmung und heraus kam wieder nur ein kläglicher zum Scheitern verurteilter Versuch, sich in Demokratie zu versuchen, aber immerhin. Wer Piraten kennt, wird anspruchslos. Dazu hat er eigens einen Satzungsänderungantrag gestellt, diesen aber schon wieder zurückgezogen. Denn: Es gibt bei der Piratenpartei noch dümmere Piraten als Ben und die haben Ben erzählt, dass das wohl irgendwie verboten sein soll: Nun wissen wir es doch endlich, das Parteiengesetz ist schuld. Was genau, darüber wird noch gerätselt. Irgendetwas ist das dann schon, die Piraten sind unfehlbar. Aber auch Honni war eigentlich ein Basisdemokrat und auch wenn es anders aussieht, schuld war nur dieses dumme, dumme Parteiengesetz.

Oder so.

Auf jeden Fall, und Piraten wissen das genau, denn die sind schlau, ist Basisdemokratie jetzt halt verboten.

Was mir dazu einfällt, findet man in der Kategorie: Prominente Soziopathen und bodenlose Dummheit:

Das Rätsel, ob Prominenz erst zum Narzissmus oder ob Narzissmuss erst zur Prominenz führt, löst sich schnell, wenn man die Untersuchung „Justin Kruger, David Dunning (1999): Unskilled and unaware of it. How difficulties in recognizing one’s own incompetence lead to inflated self-assessments“ (Journal of Personality and Social Psychology, Nr. 77, S. 1121-1134) berücksichtigt. Die Psychologen der Cornell University fanden heraus, dass besonders narzisstisch veranlagte Menschen auch besonders extrovertiert sind und sich dadurch instinktiv in den Vordergrund drängen – werbe- und medienwirksam. Nur: Diese Menschen neigen i. d. R. dazu, die eigenen, tatsächlich gar nicht vorhandenen Fähigkeiten maßlos zu über- und die wirkliche existenten Fähigkeiten von introvertierten Personen hoffnungslos zu unterschätzen. Die o. a. Studie kommt zu dem Schluss: „Die inkompetenten Teilnehmer waren so schlecht, dass sie ihre eigene Leistungsfähigkeit gar nicht mehr unterschätzen konnten. Vielleicht überschätzten sie sie deshalb.“ Und: „Warum die weniger begabten Menschen nicht irgendwann merken, dass sie weniger können, ist uns ein Rätsel. Eigentlich müssten sie ihr Unvermögen anhand der Reaktionen ihrer Umwelt begreifen. Aber genau das können sie nicht: Ihre Umwelt verstehen.“ Narzissmus, Extroversion, Soziopathie und schlicht bodenlose Dummheit bilden daher vier sich überlappende Bereiche. Die Schnittstelle aller dieser vier Bereiche bezeichnet sich nach Aussagen der o. a. Studie selbst als „Elite“.




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