Piratenpartei

Die Piraten und der Antisemitismus

Die Jungen Piraten werben über die Startseite der Piratenpartei mit einer Pressemitteilung für die Anti-ACTA Aktion, „STOP ACTA“ via Bündnis und Petition mit folgendem Symbol:

Ähnlichkeiten zu diesem sind zufällig?

Untertitel:

A Nazi German cartoon circa 1938 depicts Churchill as a Jewish octopus encircling the globe.

Mir stellen sich alle Haare hoch. Und – ja- mir fehlen mal die Worte.

Jammerlappen 2.0

Wolfi, wie ich ihn liebevolle nenne, weil er so charmant ist und auch weil alle Männer mit Bärten so heißen, hat ja Mist gemacht: Er hat auf seinem Blog, den ich hier nicht nennen werde, weil wieder jeder weiß, wer Wolfi überhaupt und dass er ein Pirat ist, hat jedenfalls auf seinem Blog einen Beitrag verfaßt, in dem der die Klarnamen von Userinnen der Piratinnenmailingsliste veröffentlicht sowie irgendwelche Mutmaßungen über deren Hintergründe, Motive und Positionen in der Liste – kurzum: Gequirlte Schifferscheiße.

Betroffen von seinem übereifrigem Aktionismus im Auftrage des Antifeminismus ist auch eine Piratin, die derzeit auf Grund widerlicher Stalkingattacken, wenig Interesse an unfreiwilliger Popularität hat. Diese legte umgehend bei ihm Widerspruch ein. Da Wolfi aber stur wie 1000 Rinder und kraft seiner vor Potenz nur so strtotzenden Intelligenz, den Mut zum Rechtsbruch mit Schaufeln gefressen hat, entfernt er zwar den Namen der Piratin, ersetzt ihn aber durch ihren Nicknamen, die Domain ihres Internetauftritts und verlinkt dazu auf denic.de und fordert auf, sich die Daten selbst zu suchen.

Das ist natürlich ´ne Frechheit, die jederzeit zu beanstanden ist – vor allem bei einem Piraten, der sich ja mit Privatsphäre auskennen sollte und auch in seinem Namen für irgendeine orange Klitsche im Internet firmiert, und erst recht, wenn es bei seinem stürmischem Engangement gegen den Feminismus (oder was Wolfi dafür hält) um ein anderes Parteimitglied geht. Dass es sich dabei um eine Piratin handelt und Wolfi mit selbstbewußten Frauen nichts konstuktives anfangen kann, entschuldigt hier nichts. Um das zweifelhafte Verhalten des Wolfis zu belegen, ein Auszug aus den AGB der WHoIs-Funktion der denic:

All the domain data that is visible in the whois service is protected by law. It is not permitted to use it for any purpose other than technical or administrative requirements associated with the operation of the Internet. It is explicitly forbidden to extract, copy and/or use or re-utilise in any form and by any means (electronically or not) the whole or a quantitatively or qualitatively substantial part of the contents of the whois database without prior and explicit written permission by DENIC.

It is prohibited, in particular, to use it for transmission of unsolicited and/or commercial and/or advertising by phone, fax, e-mail or for any similar purposes.

By maintaining the connection you assure that you have a legitimate interest in the data and that you will only use it for the stated purposes. You are aware that DENIC maintains the right to initiate legal proceedings against you in the event of any breach of this assurance and to bar you from using its whois service.

Ich habe das dann geklärt, auf meine Art. Wolfgang hat verstanden, sein Beitrag ist nun mit Paßwort geschützt. Kurios finde ich, dass sein Blog kein Impressum hat, er aber sonstige Datenschutzbestimmungen (natürlich nur gegenüber anderen) mit Füßen tritt. Bemerkenswert ist ebenfalls, dass Wolfi nun verbreitet, ich hätte ihn bedroht. Außerdem hätte ich Piratenprinzipien verletzt, aber ich bin ja nicht mal Piratin. Zudem fordert er irgendwelche Leute, die mit mir nicht mehr zu tun haben, als dass ich ihre Kommunikationswege nutze, zu überflüssigen Stellungnahmen auf und verbreitet in merkwürdiger Wahrnehmungsverzerrung den Irrtum, ich und die Betroffene wären Personen des öffentlichen Interesses. Wie es dazu kommt, wie auch zum Zustand der Bedrohung, den ich sicher nicht verursacht habe, läßt er natürlich in seinen wortreichen Beschuldigungen unklar.

Das sind aber genau die Methoden, die den Piratinnen, die mehr wollen, als sich der antifeministischen hysterie der Piraten unterzuordnen, das leben so schwer machen. Wäre ich Piratin, dürfte ich mit einem Antrag auf Parteiausschluß rechnen, so interessiert mich sein Geplärr natürlich nur wie der weit bekannte umfallende Sack Reis. Aber seis drum, folgendes Fakten sind klarzustellen:

1. Ich habe nicht mehr gemacht, als Wolfgang selbst
2. Ich habe niemanden bedroht, Wolfgang spinnt

Aber während Wolfi selbst bekennt:

Ja es gibt jemanden, die mir alle Mails, die mich als Person betreffen forwardet. Da ich deiner Grupperung sehr sekptisch gegenüber stehe, war es nur eine Frage der Zeit bis meine Meinung und Beiträge diskutiert werden.

und fordert nach langem Gezeter:

Daher bitte ich dich, Isi von der Mailingliste zu entfernen, damit der Schaden für euch und für die Piratenpartei als Ganzes, zu der ihr ja in Mehrheit immer noch gehört, nicht noch weiter vergrößert wird.

Nun ja…

Ich bitte darum, Wolfi aus der Piratenpartei zu entfernen, weil Verleumder, Voyeure, Datendiebe, Persönlichkeitsrechstverletzer, Hetzer und Frauenfeinde, nun wahrlich nichts in einer demokratischen Partei zu suchen haben!

Warum liquid democracy auch nur Beschiss ist

Ein zweifelhaftes Demokratie-Verständnis beweisen derzeit die Berliner Piraten. In einer Pressemitteilung zur Landesmitgliederversammlung in Berlin am 27./28.02.2010 teilt der Landesverband mit, eine neue überarbeitete Satzung verabschiedet zu haben: Liquid Demokratie (dort auch Direkte Demokratie genannt) wird zum verpflichtenden Prinzip.

Konkret heißt es:

Als weitere Neuerung wurde nach ausführlicher Diskussion beschlossen, dass Piraten-Bezirksverbände in Berlin nur durch Zustimmung von mindestens 230 Piraten gegründet werden können. Die Piratenpartei Berlin organisiert sich damit weiter schwerpunktmäßig in den lokalen Crews, den thematischen Squads und nun im neuen LiquidFeedback.

Diese „schwerpunktmäßige“ Organisation in den Crews und Squads, den Basisgruppen, bedeutet aber auch, dass sie an den Mitgliedsbeiträgen nicht partzipieren, denn diese werden lt. Bundessatzung immernoch an die höheren Organisationsebenen weitergereicht, in diesem Fall an den LV Berlin (siehe Abschnitt B, § 2 (6)). Die Gründung von Bezirksverbänden (wie auch Orts-und Kreisverbänden), die sehr wohl satzungsgemäß am Topf der Mitgliedsbeiträge teilhaben dürften, wird weiter erschwert. Über lokale, basisdemokratische Zusammenschlüsse wie Orts- und Kreisverbände wird überhaupt nicht diskutiert, so etwas ist wohl nicht vorgesehen. Die Begründung dazu, die Organisation der lokalen Crews stärken zu wollen, verkennt, dass auch die Arbeit vor Ort und zu einem Thema Geld kostet und dieses bereits als Mitgliedsbeitrag bezahlt worden ist, aber dies dann leider nur dem LV zur Verfügung steht, während die lokalen Gruppen und thematischen Zusammenschlüsse finanziell leer ausgehen (sie bezahlen nur dafür, regiert zu werden) und wahrscheinlich neben ihrem Mitgliedsbeitrag, der nur dem LV etwas nützt, alles weitere aus eigener Tasche löhnen. Das ist Parteikapitalimus: Zahl du Beiträge und ich sage dir, was du dafür in meinem Namen tun darfst!

Wenn man aber die Arbeit vor Ort stärken will, dann heißt das auch, sie finanziell besser zu stellen und Ihnen Befugnisse zu geben und nicht jede mögliche Schwelle höher zu setzen, die konsequente Selbstorganisation – einschließlich der eigenverantwortlichen Verwaltung finanzieller Mittel – fast unmöglich macht.

Wollte man die Arbeit der lokalen Crews nach Prinzipien der Basisdemokratie organisieren, müßte man die Schwellen zur Selbstorganisation deutlich niedriger hängen und zudem dafür sorgen, dass diese dann auch am materiellen Verteilungsgerangel teilhaben, also:

a) die Crews als Ortsverbände anerkennen (=20% eines jeden Mitgliedsbeitrages verbleiben vor Ort)
b) den Zusammenschluß von Crews an einem Ort als Kreisverband (=15% verbleiben auf dieser Ebene)
c) Squads können sich aus dem Landesverband finanzielle Unterstützung holen!

Logisch, damit würden dann dem LV nur noch 25 % statt der bisherigen 55 % aller Mitgliedsbeiträge zur Verfügung zustehen (40% -einschließlich 5 % an die PP international- gehen an den BV – fragt man sich auch, wozu eigentlich?), aber was macht so ein LV auch schon, was nicht auch an der Basis entschieden und bezahlt werden kann, dass 35 % eines jeden (!) Mitgliedsbeitrages wert sein soll, der dem LV nur zufällt, weil sie den Basisgruppen die satzungsmäßige Anerkennung verweigern und somit Anteile am Mitgliedsbeitrag vorenthalten.

Basisdemokratie ist das nicht, für mich also uninteressant. Und auch die Direkte Demokratie suche ich da vergebens. Aber was soll´s? Für mich ist flüssige Demokratie sowieso vor allem überflüssig.

Mehr Farbe braucht das Land!

27.10.09: Farbattacke
„Blaue Stunde“ für NPD-Stadtrat

Am heutigen Vormittag wurde der Magdeburger Student und NPD-Stadtratsmitglied Matthias Gärtner von fünf bisher unbekannten Vermummten attackiert. Der Student der Politikwissenschaften war auf dem Weg zu einem Vortrag, den er im Rahmen eines Seminars halten sollte. Auf der Treppe wurde er zunächst mit blauer Farbe übergossen und dann zusätzlich mit Reizgas angegriffen. Ein in unmittelbarer Nähe stehender 19-jähriger Student wurde ebenfalls von der Farbe getroffen. Im Weiteren wurde der Geschädigte durch die Täter zu Boden gerissen, dort geschlagen und getreten. Dann flüchteten die Täter. Der geschädigte Student wurde in einer Klinik ambulant behandelt. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Diese Vandalen! Ich distanziere mich, von jedem und allem!

Und wieder mein Lieblingsthema: Die Piraten!

24.09.2009
Feiger Anschlag auf Bundesgeschäftsstelle der Piratenpartei

Anschläge auf Piratenpartei: Wie soeben bekannt gegeben wurde, verübten unbekannte Chaoten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag einen Farbanschlag auf die Bundesgeschäftsstelle der Piratenpartei in Berlin. Mittlerweile ist ein Bekennerschreiben der Täter bei Indymedia veröffentlicht worden, welches der Piratenpartei vorwirft, sich nicht “weit genug links” zu positionieren…

Am heutigen Donnerstag Vormittag verübten Unbekannte zusätzlich einen Angriff auf die Wiki der Piratenpartei, aber die nächsten Tage werden hoffentlich mehr Klarheit darüber bringen, welchen Parteien bzw. Gruppen die Piratenpartei ein solcher Dorn im Auge ist, dass hier mit SA-Methoden versucht wird, den politischen Gegener einzuschüchtern oder mundtot zu machen…

Mundtot? Mit ´ner Sprühparole? Wie das?

„SA-Methoden“? Welche denn? Naja….eigentlich geht es um sowas hier:

Riefen Piraten die Polizei wg. Sprüh-Parole?

In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag kam es zu einem schwerwiegenden Anschlag: AnarchistInnen sprühten augenscheinlich an die Außenwand (1) eines Piratenpartei-Büros mehrfach – das Bekennerschreiben verwendet den Plural: „Parolen“ (2) – die Parole „Gegen Parteien, Nationen und Kapital“ sowie Anarcho/a-A’s. In einer Meldung von gulli.com heißt es: ‚Aus der Pressemitteilung der Piratenpartei geht hervor, dass ‚Polizeiliche Ermittlungen eingeleitet wurden‘.“ (3) Ist die Polizei eigentlich von selbst auf diesen schwerwiegenden Anschlag aufmerksam geworden? Oder wurde sie von der freiheitsfreundlichen (4) Piratenpartei gerufen? Außerdem kombinierte die Piratenpartei ein Foto von dem Resultat dieser Aktion mit einem alten Foto.

Das ist ja auch wirklich ein dramatischer Anschlag. Auf der Seite eines Piraten (5) (tutsi.de) wird denn auch messerscharf geschlossen: AnarchistInnen sind wie die SA:

„Am heutigen Donnerstag Vormittag verübten Unbekannte zusätzlich einen Angriff auf die Wiki der Piratenpartei, aber die nächsten Tage werden hoffentlich mehr Klarheit darüber bringen, welchen Parteien bzw. Gruppen die Piratenpartei ein solcher Dorn im Auge ist, dass hier mit SA-Methoden versucht wird, den politischen Gegener einzuschüchtern oder mundtot zu machen…“ (6)

Die AnarchistInnen selbst bezeichnen ihre Aktion im übrigen bescheiden und realistisch als „symbolischen Akt“ (7).

(Die Piraten veröffentlichten außerdem noch ein zweites Foto mit Hammer und Sichel sowie der Parole „Kinderschänder wir kriegen Euch alle“ [8] – nicht gesprüht, sondern anscheinend mit Edding geschrieben. Dies ist in der Erklärung der AnarchistInnen nicht erwähnt. – Auch würde es inhaltlich nicht passen. Denn Hammer und Sichel sind ein kommunistisches [kein anarchistisches] Symbol, und „Kinderschänder“ ist Boulevard-Presse-Jargon und weder feministischer noch linker Sprachgebrauch. Schließlich geht es bei sexueller Gewalt nicht um die EHRE des Opfers, die dadurch angeblich beschädigt würde.

Tatsächlich scheint es sich bei dem zweiten Foto um ein älteres Foto zu handeln:
++ Die URL des ersten Fotos endet wie folgt: „BGS_Sachbeschaedigung_240909_1.JPG“. Das Foto ist also anscheinend vom 24.09. ++ Die URL des zweiten Fotoso endet wie folgt: „BGS_Sachbeschaedigung_120909_1.JPG“. Das Foto stammt also anscheinend schon vom 12.09.)

(…)

Das ist kein Plural, das ist das generische Maskulinum!

:-)

Piradiotie 2.0

Fortschritt? Bei den Piraten?

Nein, nicht wirklich. Mann ist sich dort weitgehend einig, dass eine Forderung zur Abschaffung der Zwangsvermännlichung beim Parteieintritt bösartigster Feminimus sein muß sowie auch darüber, dass „Pirat“ geschlechtsneutral ist. Wie beim Weihnachtsmann, zwei davon sind das generische Maskulinum und meint die Frauen mit, denkt der Pirat und floppt. Widerstand gegen diese Einfalt ist zwecklos und wird als Männerhass (euphemistisch: Feminismus) „geoutet“ und führt automatisch zum Cybermobbing. Manchmal auch darüber hinaus. Piraten sind eben nicht die Hellsten. Irgendwelche Frauen nicken dazu eifrig mit dem Kopf, andere hingegen schütteln ihn, versprechen aber nochmal darüber nachzudenken und wollen Kompromisse suchen. So weit, so Scheiße.

Derzeit aber – unter diesen Umständen ein Wunder – wird über sogenannte Zugeständnisse an die ob ihrer Kenntnisse der deutschen Sprache verwirrten „Feministinnen“ nachgedacht, nämlich ob es zulässig sein soll, sich Piratin zu nennen. Die Formulierung, die wir schon aus dem Satzungsänderungsantrag (SÄA) kennen, lautet wie folgt:

„Die in der Piratenpartei Deutschland organisierten Mitglieder können geschlechtneutral als Piraten bezeichnet werden. Die Bezeichnung Piratin (plural Piratinnen) für weibliche Mitglieder ist zulässig“

Quellen: Forum, wiki

Arne Hoffmann findet das gerecht, ich habe über beides Tränen gelacht.

Darauf aber ein Pirat(oder irgendein anderer Trottel im Forum):

Wenn dann sollte der Satz so formuliert sein das jeder Pirat eine Anpassung des Wortes „Pirat“ nutzen darf so lange diese nicht gegen das Recht 3ter oder die Parteisitzung verstößt. Vielleicht sollte man weiter vermerken dass die Anpassungen mit der Deutschen-Sprache vereinbar sein muss/sollte.

Wie wär´s denn mit Piratrottel, ihr Süßen?

Mein Antrag auf Änderung der Satzung lautet derzeit wie folgt:

„Die in der Piratenpartei Deutschland organisierten Mitglieder können geschlechtneutral als dumm bezeichnet werden. Die Bezeichnung superdummes Huhn (plural superdumme Hühner) für weibliche Mitglieder ist zulässig“

Ich habe noch keinen peinlicheren Verein erlebt, das geht auf keine Kuhhaut. Die Tatsache, dass auch Frauen Rechte haben, bringt den gemeinen Piraten glatt um den Verstand und um den war es schon immer recht mau bestellt. Das Unvermögen, die Teilhabe der Frauen an ihrem Projekt Piratenpartei auch nur zu denken, in gesitteten Bahnen und auf Rückgriff geltender Normen (wie zB. dem Duden), zu akzepzieren, macht die Piraten aus! Aber, bitte, man möge nicht verwezifeln, so wissen wir doch: Nicht alle Männer sind dumm.

Ich kann den Piratinnen, darum nur zurufen: Tretet endlich aus, wenn ihr euren Verstand noch effektiv und konstruktiv nutzen wollt, dann nur fernab der Piratenpartei! Gegen die geballte Dummheit der Mitpiraten anzukämpfen, ist doch keine Politik, es ist überflüssiger Ballast und Zeitverschwendung!

Piratismus ist die vertikale Invasion der Demokratie durch besonders dumme Soziopathen!

Ein sehr schöne, ältere, aber topaktuelle, Analyse zum Piraten-dilemma bietet keimform an:

Nun gut, das sind Sandkastenspiele. Was aber RMS’ Intervention deutlich macht, ist ein handfestes Piraten-Dilemma. Die Piraten sind einerseits für einen Wissenskommunismus. Das Menschheitswissen soll allen frei zugänglich sein, jede Beschränkung ist künstlich und schädlich, das Urheberrecht (genauer: das Exklusionsrecht) muss weg. Gleichzeitig vertreten die Piraten urliberale — wenn nicht gar neoliberale — Positionen der Warenmonade, nach denen jede und jeder sich um seine ökonomische Verwertung zu kümmern hat. Geld und Marktwirtschaft sind heilig, die Verwertungslogik naturgegeben, und auch eine Vorstellung eines alternativen Gesellschaftsvertrags im digitalen Kapitalismus gibt es nicht. Doch: Wissenskommunismus + Neoliberalismus = Hauen und Stechen. Survival of the Fittest in seiner übelsten Form. Das entspricht am ehesten dem us-amerikanischen Libertarismus.




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