Feminismus

Antifeministen im öffentlichen Leben

Folge 1

Günter Hannich

Über Günni, wie ich ihn liebevoll nenne, weiß man (und wikipedia), dass er 1968 geboren ist, sich als Diplom-Verwaltungswirt und Sachbuchautor ausgibt, der sich vorwiegend mit Wirtschaftsfragen, insbesondere der Zinsproblematik, befasst.

Über seinen Werdegang steht auf wikipedia:

Hannich absolvierte ein Studium der Verwaltungswissenschaften und arbeitet als freier Autor und Vortragsreferent. Von 2004 bis 2005 war er Chefredakteur der Zeitschrift „Humanwirtschaft“, bis Ende 2006 dem publizistischen Organ der Humanwirtschaftspartei.

Beachtlich hingegen die Liste seiner Veröffentlichungen:

*Sprengstoff Geld – Wie das Kapitalsystem unsere Welt zerstört, Lauben 1998, ISBN 3-00-002937-0
*Geldcrash – So retten Sie Ihr Vermögen – Der Krisenwegweiser, Lauben 1999, ISBN 3-00-005077-9
*Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise, Rottenburg 2000, Jochen Kopp, ISBN 3-930219-34-4
*Der Euro – die Endlösung für Europa?, Rottenburg 2001, Jochen Kopp, ISBN 978-3-930219-37-7
*Wer in der Schuld ist, ist nicht frei, Rottenburg 2002, Jochen Kopp, ISBN 3-930219-41-7
*Bloß weg! Ihr zweites Standbein im Ausland, 2002, ISBN 978-3-9808522-2-7
*Deflation – Die verheimlichte Gefahr, 2. Auflage, Ulm 2004, ISBN 3-9808522-3-7
*Der Marionettenstaat – So durchschauen Sie die Methoden der Drahtzieher, 2005, Jochen Kopp, ISBN 978-3-938516-18-8
*Staatsbankrott – Wann kommt die nächste Währungsreform, 2006, Jochen Kopp, ISBN 3-938516-27-5
*Die kommende Euro-Katastrophe. Ein Finanzsystem vor dem Bankrott?, 2009, Finanzbuch Verlag, ISBN 978-3-898795-09-8

Auf der Diskussionsseite zu seinem wiki-eintrag findet man Bermekungen wie folgende:

Leider weiss ich nicht, wie ich es hier formulieren soll, aber irgendwie erscheint mir der Autor und sein Werk, auch durch viele Rezensionen anderer leute, eher in den Bereich der verschwörungstheoretiker zu fallen.

und unter dem Titel „Rechter Autor“

Liebe Leute, wieso unterschreibt hier eigentlich niemand seine Beiträge? Wir werde sich des Mannes mal annehmen, denn das scheint ja wirklich großer Schrott zu sein. Bereits ein kurzer Blick auf Wortwahl und Lay-Out der Bücher weist auf die Herkunft des Autors aus der ganz rechten Ecke hin. Diskurs nennt man das. „Drahtzieher“ soll nix mit Verschwörungstheorie zu tun haben? „Der Euro – die Endlösung für Europa?“ – sorry aber „Endlösung“ wird üblicherweise für die Ermordung der europäischen Juden verwendet. Da versucht jemand Begriffe umzudeuten – typisches Neonazihandwerk. Wenn Euro und Holocaust das gleiche sind, dann kann letzterer ja so schlimm nicht gewesen sein. Diese ganze „Zinskritik“-Scheiße ist auch hinlänglich bekannt: Die Nationalsozialisten differenzierten zwischen „raffendem“ („jüdischen“ Finanzkapital) und schaffendem („arischen“ Fabrikanetenkapital) Kapital und basierten das ebenfalls auf „Zinskritik“. Sieben Zwerge 17:50, 17. Jun. 2008 (CEST)

und auch ein Vorschlag zur Güte, der – warum auch immer – es nicht auf wikiseite schaffte:

Da die Person respektive ihre Aussagen kritikwürdig sind, sollte man einen entsprechenden Absatz „Kritik“ einfügen:

Die Publikationen von Günter Hannich verbinden allegorische Weltuntergangsszenarien mit bedrohlichen Zukunftsszenarien, die basale Ängste aufrufen sollen. So skizziert Hannich auf seiner Seite die Dystopie einer lebensbedrohlichen Zerstörung der Existensgrundlagen von jedermann („Ich sehe Bilder vor meinen Augen. Hässliche Bilder. Von bettelnden Menschen auf den Straßen. Ich sehe Bilder von verzweifelten Menschen, die alles verloren haben.“ http://www.crashinvestor.de/pfl?af={AFFILIATE}). Auslöser für das von Hannich in Aussicht gestellte Szenario wird, so Hannich, das scheiternde Geldsystem sein. Für zahlende Kunden bietet Hannich einen Börsenbrief mit Anlagetipps an, die im wesentlichen zum Ankauf von Edelmetallen und Short-Positionen (Spekulationen auf sinkende Kurse) beruhen. Die von Hannich manipulativ eingesetzte Einschüchterung wird vielfach als unseriös empfunden.
Gruß, Michael Schulz (nicht signierter Beitrag von 213.39.152.55 (Diskussion | Beiträge) 01:01, 8. Aug. 2009 (CEST))

Kurzum: Komischer Vogel. Einer von vielen. Er wird in der Jungen Freiheit (44/06 27) erwähnt, veröffentlicht im einschlägig bekannten Kopp Verlag, über den es auf wikipedia heißt, der Verlag habe sich auf Literatur aus dem Umfeld von Verschwörungstheorien und Pseudowissenschaften spezialisiert und wird auf Arne Hoffmann’s Genderama-blog zum „Frauenmangel in Deutschland“ befragt und landet mit diesem Thema im Heft 61 des ef-magazin, Seite 37 (mit Bild), Frauenmangel in Deutschland. Über das ef-magazin sagt der Journalist Tomas Sager in der Zeitschrift Blick nach Rechts im Jahre 2003 eigentümlich frei als „Beispiel für die Querfrontstrategie neurechter Kräfte“ und begründet dies damit, dass Beiträge von Manuel Ochsenreiter, Hans-Helmuth Knütter, Claus Nordbruch sowie ein Interview mit JF-Chef Dieter Stein in „eifrei“ abgedruckt worden sind, und der Chefredakteur Lichtschlag in der Jungen Freiheit veröffentlicht hat. Günni aber schaffte es als „Finanzexperte“ sogar ins Fernsehen, N-TV, anzusehen sind seine Ausführungen über die „Finanzkriese“ auf youtube.com und hier:

Weitgehend unstrittig: Günter Hannich ist ein „Finanzexperte“, „Bestseller-autor“, gefragter Redner und ein Rechtspopulist. Er soll sehr unglücklich mit einer Russin verheiratet sein und mit ihr eine gemeinsame Tochter haben. Spannend wird es für mich aber, wenn ich die auf seiner Webseite (veröffentlichten Ergüsse zum Thema Frauenmangel – der ungerechte Beziehungsmarkt aus seinem Buch „Der Marionettenstaat“ lese:

Die folgenreichste Spaltung der Gesellschaft vollzieht sich jedoch in den Familien. Da die Familie der Rückhalt des einzelnen ist, werden die Menschen regelrecht wurzellos, wenn diese Urzelle eines jeden Staates zerstört wird. Doch die schnell steigenden Scheidungszahlen zeigen, dass hier eine massive Unordnung herrscht. Ursache dafür ist der Umstand, dass in den letzten Jahrzehnten die Frauen gegen die Männer aufgebracht wurden. Es wurde erzählt, dass die Männer den weiblichen Teil der Bevölkerung seit Urzeiten unterdrückten. Vergessen wird jedoch dabei, dass beide Geschlechter in ihren Begabungen ungleich sind und die frühere Ordnung nur eine sinnvolle Arbeitsteilung darstellte. Durch diesen inszenierten Geschlechterkrieg jedoch wurden speziell in Deutschland die Männer in eine ausweglose Situation gebracht: Gesetze wurden geschaffen, die Frauen einseitige Privilegien einräumen. Speziell im Scheidungsrecht hatte dies fatale Auswirkungen. Dazu kommt eine Medienpropaganda, welche alles männliche als „schlecht“ und alles weibliche als „gut“ darstellt. Vergessen wird dabei, dass in einer stabilen Gesellschaft beide Seiten nötig sind und sich harmonisch ergänzen sollten. Dazu kommt ein vor allem in Deutschland ausgeprägter Frauenmangel, der vor allem in der jüngeren Generation dazu führte, dass die Anforderungen an einen Mann in unrealistische Größen gewachsen sind. Männerfeindliche Gesetzgebung, Medienpropaganda und Frauenmangel jedoch bringen die Männer in eine hoffnungslose Lage. Von diesem Streit profitiert ein System, welches auf Ausbeutung angelegt ist. Die Frauen haben leider nicht erkannt, dass sie auch nur instrumentalisiert und gegen ihren natürlichen Beschützer, den Mann, aufgebracht wurden.

Außer ein paar Webseiten, Bücher und yt-Videos wirbt Günni für seine kruden Theorien mit google:

Hannich wirbt auf Google

Im politik-forum.eu ist Günni übrigens als „Kapitän“ unterwegs und führt so sinnvolle Diskussionen wie „Das Halodrisyndrom – Frauen stehen auf kaputte Typen“ oder „Das Ende des Feminismus ist da!“, im Politikforum.de agiert er ebenfalls als „Kapitän“, aber auch als „t1000y“ und hält sich überall vor allem in Gender-bereich auf. Neulich wurde er als „Antifemifaschist“ im „neuen Gelben“ gesichtet.

Manndat ist ein (gefährlicher) Karnevalsverein

Es ist Narrenzeit und die Büttenrede hält heute Bruno Köhler. Abgedruckt und entliehen wurde seine Festrede aus dem aktuellsten Meisterwerk maskulistischer Verblödungstheorie („Kinderherz“) und hier wird es dann ehrgeizig und freudvoll zerrissen:

Bruno Köhler „Ist Deutschland reif für den erziehenden Mann? – Hemmnisse für Väter und Männer, die erziehen wollen.“

Die typische Ausprägung der stereotypen familiären Zuständigkeiten – der Mann geht zur Arbeit und sorgt für die finanzielle Basis der Familie, die Frau bleibt zuhause und sorgt für Erziehung und Haushalt – ist eine historisch gewachsene Struktur, die sich spätestens seit der Industriellen Revolution so manifestiert hat.

„historisch gewachsen“ ist diese Struktur vorallem im Nationalsozialismus und im nachfaschistischen Wirtschaftswunderland BRD abgesichert. Im Dritten Reich wurden die Rollenbilder manifestiert und auch dort strukturell verankert und blieben eben bis heute in Gesetzeslagen und Grundsätzen auch (in der BRD) erhalten, als eben jene „historisch gewachsene Struktur“ von der „Rollenverteilung“. Was auch nichts anderes ist als die Entrechtung der Frauen, um gleichberechtigte Teilhabe. Das „historische“ Wachstum dieser „Struktur“ (Patriarchat) ist also regional (BRD) arg begrenzt und keinesfalls so unverrückbar, wie Clown Bruno es kontrafaktisch aussehen lassen will. Im Grunde genommen ist der bundesdeutsche „Geschlechterkampf“ nichts anderes als der verzweifelte Kampf ein paar gescheiterter Patriarchen gegen die Demokratie im Grundgesetz und für den Erhalt der sozialpolitischen Errungenschaften des deutschen Faschismus. Bruno Köhler rechtfertigt die nationalsozialistische Frauen- und Familienpolitik als „historisch gewachsen“ und diffamiert jede progressive Änderung dazu als „Errungenschaft der Frauenbewegung“ und halluziniert daraus eine Diskriminierung der Männer. Bruno erklärt, dass eine nationalsozialistische Familienpolitik (er nennt das „historisch gewachsene Struktur“ und „stereotype familiäre Zuständigkeiten“) das Optimum an Männerrechten darstellt und einzig verhindern kann, dass Männer diskriminiert werden.

Das alles ist natürlich selbstredend rechtspopulistisch, auch wenn Bruno uns seine sonstigen rechten Ergüsse hier erspart. Darum gilt in diesen Kreisen die Frauenbewegung auch als links, weil sie rechtes Gedankengut wie zBsp. stereotype familiäre Zuständigkeiten angreift, selbst wenn sie keine linken Gegenentwürfe einbringt. Für einen Männerrechtler muß alles, was nicht an die natürliche Überlegenheit des Mannes und die „historisch gewachsene Struktur“ der stereotypen familiären Zuständigkeiten glaubt oder diese gar angreift, links sein – denn rechtes Ideal (Frau als Mutter und im Heim) ist für ihn die Norm. Eine andere Gesellschaft als eine rechte ist für ihn nicht denkbar und die Familienpolitik im Nationalsozialismus das Ideal. Die gemäßigtere, propagandistischere Version des Patriarchats in der BRD – die vorallem auf Ideologie statt Zwang und Repression setzt – ist den Männerrechtlern zu links, zu wenig, zu harmlos. Es reicht nicht, dass Frauen sich über das „Glück“ der Abhängigkeit, die Freude des Stillens, die Liebe durch Teilen (und was es da nicht alles gibt) freuen, sie möchten es gern wieder befehlen dürfen! Und ja, nicht zuletzt, weil es immer weniger Frauen sind, die sich freuen, abhängig zu sein. Die Wende war das Schlimmste, was Männerrechtlern passieren konnte: Einige emanzipierte, linke junge Frauen strömen das Land und möchten keine stereotypen familiären Zuständigkeiten mehr, aber auch nicht den biederen Patriarchat-ist-dufte-ideologie-mist der bundesdeutschen Medien und des Mainstreams, sondern Wahlfreiheit, Selbstbestimmung und Chancengleichheit.

Im Zuge der Frauenbewegung wurde der Blick auf die Situation der Frau gerichtet. Mit zunehmender Etablierung des Feminismus in unserer Gesellschaft wurden diese geschlechtertypischen Rollenzuweisungen gewertet. Die der Frau zugewiesenen Rolle wurde pauschal als negativ, diskriminierend gewertet, die Rolle des Mannes als pauschal positiv, privilegiert propagiert. Diese undifferenzierte Sichtweise besteht im Wesentlichen bis heute fort und erschwert ein Aufbrechen der Rollenbilder.

Hier verdreht Bruno also kurzerhand die subjektiven Bewertung wie es ihm gefällt, aber nach welchen Maßstäben läßt er offen. Es ist eben einfach anders als die Frauenbewegung feststellt und damit hat sich die Diskussion erledigt: Patriarchat ist nämlich für Frauen ein Privileg und belastet die Männer. Meint zumindest Bruno (und mit ihm jeder andere Depp, der Angst vor Frauen hat und sie darum kontrollieren und beherrschen will). Hm. Nur komisch, warum er dann selbst so scharf drauf ist. Ist das nationalsozialistische Frauenbild – das Patriarchat – für Männer Mist, sollten sie doch damit aufhören und sich nicht daran festklammern wie Paris Hilton an ein Tütchen Koks. Tatsächlich aber ist der deutsche Faschismus als Nationalsozialismus wie er in Deutschland bis 1945 getobt hat (und noch in den Nachwehen liegt) der extremste Ausdruck von Männlichkeit, die es bisher gegeben hat: Empathiebfreit, Mordlüstern, höllisch destruktiv und Todbringend. Die Idealisierung der Maskulinität, des heroischmännlichen, die Abspaltung des Kämpferischen vom Weiblichen, die „typische Ausprägung der stereotypen familiären Zuständigkeiten“ ist nationalsozialistische Ideologie. Diesem Ideal verfällt man nicht, wenn man wirklich egalitär und progressiv denkt. Eine solche Haltung ist immer antiegalitär und antiemanzipatorisch und begründet damit Anfälligkeit für totalitäre und faschistische Politik, wie eben im deutschen Nationalsozialismus ersichtlich.

Aber er erklärt auch den besonderen Fokus auf die (westdeutsche) Frauenbewegung, denn die ist vor diesem Hintergrund einer nationalsozialsozialistischen Familienpolitik natürlich nicht unbedingt links, aber antifaschistisch, weil sie ein zentrales Element nationalsozialistischer (oder pimmelsozialistischer) Ideologie angreift: „Die typische Ausprägung der stereotypen familiären Zuständigkeiten“. Zwar sind die Gegenentwürfe der westdeutschen Frauenbewegung nicht unbedingt links oder progressiv, aber sie sind antifaschistisch, weil sie nationalsozialistische Familienpolitik angreifen.

Hier haben wir ein großes Hindernis für Väter. Die häusliche Erziehung der Kinder gilt heute gesellschaftlich und politisch als minderwertig. Väter, die sich hier stärker beteiligen, werden verspottet oder von den – weiblichen wie männlichen – Kollegen als faul gebrandmarkt.

Oh Gott. Die armen Kerls. Am liebsten wäre ihnen sicher ein Orden. Lobpreiset die Väter, denn sie tun es freiwillig und werden dafür „diskriminiert“ – aber verachtet die Mütter, denn die werden gezwungen und machen das auch noch gratis.

Dass es nun Sozialdarwinismus im Kapitalismus gibt, der Armut verachtet und Gier hofiert, haut mich jetzt nicht direkt aus den Latschen, aber dass Frauen (!) ausgerechnet jene Männer verspotten, die den Beruf gegenüber der Familie zurückstellen, ist mir nun ganz neu. Dass Männer aber Väter und Mütter verspotten, die nicht arbeiten, dass ist so – vorallem im Patriarchat – und nennt sich Diskriminierung. Frauen ereilt die, eben gerade darum, weil sie nämlich Frauen sind und die „historisch gewachsene“ Rollenverteilung (die selbst Köhler weiter oben so feststellt und verteidigt) ihnen die abgewertete (da unbezahlte) Familienarbeit zuschiebt. Das ist ein Problem – kein Frauenproblem, kein Mnnerproblem – ein gesamtgesellschaftliches problem, weil es Familie zum Risiko macht und Kinderarmut hervorbringt.

Köhler aber baut erst auf, was ihm im Halse steckt: Frauen gleichberechtigt über das GG, um dann die Folgen umzudrehen und darunter als Mann zu leiden. Und mit ihm müssen das alle anderen Männern auch.

Ab hier muß ich dann grinsen.

Fälle, in denen Frauen einen beruflich schlechter gestellten Partner als gleichberechtigten Partner akzeptieren, sind nach wie vor die Ausnahme.

Ja, klar, weil Männer keine höher gestellte Partnerin akzeptieren und sich immer nach unten orientieren.

Der beruflich erfolgreiche Mann mit dickem Geldbeutel und großem Auto bleibt für die meisten Frauen der attraktivere Partner als der männliche Erzieher.

Das ist nun Sexismus pur und eben jene Einseitigkeit, die er zuvor der Frauenbewegung in die Schuhe schob, weil deren bewertung Bruno nicht paßten. Dieser Beitrag ist so schlecht, das geht überhaupt nicht.

Zudem wird auch von vielen Frauen häufig noch die alte Rollenverteilung bevorzugt.

Eigentlich nicht. Vorallem junge Frauen wollen mehrheitlich etwas anderes: Arbeiten und Familie. (Damit laufen sie übrigens in einen Konflikt mit jungen Männern, denn die wollen: Arbeit und eine Frau, die sich um die Familie kümmert. Konkret eben auch eine Partnerin die sozial schlechter gestellt ist, als sie selbst, nämlich erwebrslos ist oder gemacht wird.)

So gab es zu meiner Zeit als Personalratsvorsitzenden an meiner früheren Arbeitsstelle zwei Fälle, bei denen sich beide Elternteile bei der Erziehungszeit (noch vor Einführung der Elternzeit) abwechseln wollten. In beiden Fällen wollte die Frau die erste Hälfte übernehmen (wegen des Stillens) und in der zweiten Hälfte sollte der Mann übernehmen. Die Männer hatten sich entsprechend vorbereitet und freuten sich auch schon auf diese neue Aufgabe. In beiden Fällen entschied sich jedoch dann doch die Mutter kurzfristig, auch noch die zweite Hälfte der Erziehungszeit zu übernehmen.

Die repräsentative Bedeutung der beiden Fällen ist augenfällig. Interessant finde ich: Ist der Bruno jetzt in Rente?

Ein weiteres Hindernis ist die mangelnde Akzeptanz der erzieherischen Fähigkeiten von Männern durch Frauen. Dies gilt nicht nur im häuslichen, sondern auch im beruflichen Bereich. In Gesprächen mit Eltern, deren Kindern in einem Kindergarten gingen, der auch männliche Erzieher hatte, kam man oft zu dem Resümee, dass die männlichen Erzieher zwar gern gesehen werden, wenn es darum geht, mit den Kindern draußen herumzutoben. Bei erzieherischen oder pädagogischen Fragen werden die männlichen Erzieher jedoch eher wenig zu Rate gezogen bzw. als gleichwertiger Kollege akzeptiert. Vorurteile wie „Frauen sind die besseren Pädagogen“ kursieren auch heute noch in vielen Kindergärten.

Ein zentrales Problem der Männerrechtsbewegung wird hier beim Namen genannt: die mangelnde Akzeptanz der (erzieherischen) Fähigkeiten von Männern durch Frauen. Die Männerrechtler möchten für ihre Fähigkeiten von Frauen akzeptiert werden, jeder und für jeden Mist. Kritik verstehen sie als Ablehnung und ausbleibendes Lob als Diskriminierung. Das Selbstbild dieser Typen ist so im Keller, dass nur ein Therapeut helfen kann. Antifeminismus wird da zur existenziellen Notlage, denn die sind abhängig vom Lob einer Frau (ehemals Mutter) und bekommen es nicht. Antifeminismus soll da helfen, denn abhängige, ohnmächtige Frauen loben Männer. Weil sie es müssen. Die Erklärungen sidn – wie immer – unbelegt und völliger Mumpitz. Belegt wird da schon allein darum nichts, weil Belege was anderes sagen. Zum Beispiel beklagen Väter, die Erzeihungszeiten nehmen, tatsächlich das Problem, sich von ihren (!) Frauen nicht hinreichend akzeptiert zu fühlen. Aber das läßt nach, auch mit dem Zuwachs an Selbstsicherheit. Was die zögerliche Anerkennung der Männer in „Frauendomänen“ im Berufsleben angeht, so ereilt die wohl jeden Neuling und verliert sich mit dem Beweis der Kompetenz. Es ist wieder kein Männerproblem, nur eben ein Männerkomplex: Ein solcher Mann möchte dafür gelobt werden, wenn er stehend pinkelnd das Klobecken trifft. Einen Hinweis darauf, selbst zu putzen oder sich hinzusetzen, ist für einen solchen ein Angriff in die männliche Identität, weil das Pinkeln im Stehen, Ausdruck seiner Männlichkeit ist, ein Vorteil gegen die verschämt hockende Frau. Männerrechtler leiden unter dem Verlust von Privilegien, Frauen streiten für Gleichberechtigung – vorerst auf zweifelhaftem Niveau der Männer.

Die BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) hat vor einigen Jahren in einem Mobbingreport festgestellt, dass vor allem männliche Beschäftigte in erzieherischen Berufen sehr stark von Mobbing betroffen sind.

Ja, so gehts auch dem glänzenden Regenbogenfisch. Oder Frauen in der Bundeswehr. Exoten sind natürlich beliebte Mobbingopfer. Männerproblem? Weit gefehlt. Allgemeines Problem? Ja, auf jeden Fall.

Gesetzgeber und Rechtsprechung im Familienrecht kolportieren derzeit diese Abwertung männlicher Erziehungskompetenz, in dem ein Familienrecht implementiert und gelebt wird, das als eines der väterfeindlichsten europaweit gilt.

Nein, das deutsche Familienrecht ist nur kinder- und frauenfeindlich und den Männerrechtlern dabei nicht patriarchal genug. Es reicht Männerrechtlern nicht das Umgangsrecht, sie wollen das Sorgerecht. Es reicht Männerrechtlern auch nicht, die Gendaten des Kindes einfordern zu dürfen, es darf sich niemand dagegen wehren. Männer haben zBsp, ein Recht auf Umgang mit ihrem Kind, aber das Kind kein Recht auf Umgang mit ihm. Nun wollen die Männerrechtler, dass der Vater neben dem Umgangsrecht auch noch das Sorgerecht bekommt. Auch gegen den Willen der Mutter. Die wird also auf Wunsch des Vaters ihres urpatriarchalen Mutterprivilegs enthoben und Männerrechtlern reicht das nicht: Sie wollen noch viel mehr. Eine Mutter sollte nämlich nur so lange alleinverantwortlich für das Kind sein, bis der Vater Widerspruch einlegt. Das ist dann ein modernes Patriarchat, in dem Frauen nur dann entmündigt werden, wenn es ein Mann will.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Deutschland unlängst die Diskriminierung von Vätern unehelicher Kinder bestätigt. Das Sorgerecht des Vaters eines unehelichen Kindes ist vom Willen und damit auch der Willkür der Mutter abhängig.

Nur, dass dieses Mutterprivileg eben europaweit einzigartig ist und erst diese Schieflage besorgt. Die „historisch gewachsene“ Rollenverteilung besorgt, dass Väter den Müttern nachgeordnet sind. Die „historisch gewachsene“ Rollenverteilung besorgt die Diskriminierung der ledigen Väter, wenn sie von der Entscheidung der Mutter abhängig sind. An der „historisch gewachsenen“ Rollenverteilung möchten aber Männerrechtler nichts ändern, sondern nur die Rechte der Männer ausbauen, aber die der Frauen noch weiter beschneiden. Also anstatt an dem Mutterprivileg zu kratzen, möchten Männerrechtler die Rechtslosigkeit der Mütter – auf Bedarf des Vaters – organisieren.

Diese Diskriminierung von Vätern zementiert archaische Rollenbilder, anstatt sie zu überwinden.

Wieder eine Verkehrung der Tatsachen. Richtig ist: Archaische Rollenbilder zementieren die Diskriminieurng der (ledigen) Väter! Wer aber die Rollenbilder als „historisch gewachsen“ ansieht und sie nicht überwinden will, überwindet auch keine Diskriminierung (lediger!) Väter. Hier geht es einzig darum, die Wirkung der patriarchalen Insitution Ehe auch auf unverheiratete Eltern auszuweiten, also Männern die Möglichkeiten zu schaffen, auch ledige Mütter soweit unter Druck setzen zu können, als wären sie verheiratet. Und wenn eine Frau ökonomisch abhängig ist, gelingt das auch. Auch darum orientieren sich Männer lieber sozial nach unten: Arme Frauen sind erpressbarer.

Anstatt dieses EuGM-Urteil nun als Chance für ein Umdenken im Familienrecht zu nutzen, wurde von der Politik umgehend signalisiert, dass allenfalls eine Minimalverbesserung für Väter in Betracht käme.

Die weitere Entrechtung von Frauen und Entmündigung von Müttern ist mit dem GG nicht kompatibel. Die Vorstellungen der Männerrechtler sind darum nicht durchsetzbar, weil sie schlichtweg nicht verfassungskonform sind. Gleichberechtigung zu wollen, aber Frauenentrechtung zu betreiben, wirkt nur auf andere Patriarchen als gangbare Lösung. Für Demokraten ist es ein NoGo. Vielleicht wollen Männerrechtler Gleichberechtigung und Väterrechte, aber sie sind zu dumm, die verfassungskonformen Lösungen zu finden. Sie haben schlichtweg zu wenig Ahnung, eine Lösung für ein allgemeines Problem zu finden, die Frauen nicht weiter entrechtet und diskriminiert. Ich glaube auch nicht, dass die Erkenntnis über die Dummheit und Wirkung auf Frauenrechte die Männerrechtler davon überzeugen wird, andere Lösung zu suchen. Männerrechtler sind nur empathielos gegen Männer, die weitere Diskriminierung von Frauen ist ihnen aber zentrales Anliegen und verbindendes Element in ihrer Bewegung. Eine Idee der Männerrechtler wird nur dann in der Szene wohlwollend aufgenommen, wenn sie die Situation der Frauen garantiert verschlechtert. Darum löst Bruno seine ausgemachten Probleme so wie er sie löst: Unfähig, antidemokratisch und dumm – aber immer gegen Fruen gerichtet.

Die Politik will zwar Väter in die Pflicht nehmen, ihnen aber die Rechte vorenthalten.

Wie gesagt, das Umgangsrecht für ledige Väter steht nicht mal zur Diskussion. Es werden Väter keine Rechte vorenthalten, die (bei Bedarf des Vaters) durchsetzbare Entrechtung der Mütter geht Männerrechtler nur nicht weit und aggressiv genug vor. Väter werden auch nicht in die Pflicht genommen, wie es hier heißt, sondern nur in bestimmten Fällen – nämlich wenn die Mutter das will (oder muß, weil sie – wie gewünscht – arm ist und sozial schlechter gestellt)- zum Kindesunterhalt (nicht Umgang) verpflichtet. Es gibt aber keinen Zwang, einen Vater zu nennen und ihn auf Unterhalt zu verpflichten und ökonomisch unabhängige Frauen tun gut daran, auf diese Möglichkeit (!), den Erzeuger in die Pflicht zu nehmen, zu verzichten. Viele Väter werden eben nicht in die Pflicht genommen, weil sie verschweigen werden oder kein Unterhalt gefordert wird (oder verzichtet werdne muß) und der Umgang des Kindes mit seinem Vater sowieso nicht gegen den Willen des Vaters durchsetzbar ist. Der Satz oben ist ein Hohn und geht deutscher Lebenswirklichkeit vorbei:

Väter prellen Staat jährlich um eine Milliarde Mark

Der Vater soll die Erziehungsarbeit übernehmen, solange er der Partnerin damit den Rücken freihalten kann. Geht die Beziehung aber in die Brüche, soll er möglichst schnell und einfach wieder auf die übliche Versorgerrolle reduziert werden können. Das ist keine gleichberechtigte Partnerschaft mit Kind, sondern ein Instrumentalisierung von Vätern als Frauenfördermittel. Dass eine solche Vaterschaft für Männer keine sinnvolle Alternative zur Arbeit darstellt, liegt auf der Hand.

Aber für Frauen ist es das Lebensglück. Hihi. Die Rolle des Vaters und seine Verantwortlichkeit auf einen Befehlsempfänger seiner Frau zu reduzieren, ist natürlich schon bezeichnend, aber nichts Neues: Diese Männer haben kein Ego, sie haben kein Leben, sie befolgen Anweisungen und erwarten Belohnung.

Weiterhin wird der Elternzeit nehmende Vater zwar von der Politik gefordert, ihm aber gleichzeitig das Leben möglichst schwer gemacht. Typisch hierfür ist die Gleichstellungsgesetzgebung in Deutschland. In dieser ist die berufliche Förderung ausschließlich am weiblichen Geschlecht orientiert, nicht jedoch an der tatsächlich geleisteten Erziehungsarbeit. Dadurch sind Väter, die in Teilzeit arbeiten oder die Elternzeit zur Erziehung der Kinder nehmen, die größten Arbeitsmarktverlierer dieser Gleichstellungsgesetze. Denn diese werden doppelt diskriminiert. Einmal durch die beruflichen Ausfallzeiten, wie die Mütter auch, aber andererseits auch noch durch die gesetzlich vorgeschriebene Benachteiligung in den Gleichstellungsgesetzen auf Grund ihres Geschlechts. Tatsächlich gibt es Gerichtsurteile, die bestätigen, dass ein Vater, der Elternzeit nimmt, auch gegenüber kinderlosen Frauen im Beruf benachteiligt werden muss.

Es gibt auch Aussagen, die bestätigen, dass eine Frau, die ja prinzipiell schwanger werden kann (oder auch nur verheiratet ist), im Beruf benachteiligt wird. Das gilt als belegt. Für die obige Aussage über Männer gibt es diese Belege nicht – darum wird auch auf „Gerichtsurteile“ (ohne Aktenzeichen!) hingewiesen. Das ist alles verlogen, so billig, mir tut schon beim Lesen alles weh. Würde mir jemand mit sowas um die Ecke kommen, ich müßte ihn auslachen. Nicht weil es um Männer geht, sondern weil diese „Argumentation“ so entsetzlich dumm und fadenscheinig ist. In diesem Stil kann man auch die Sklaverei zur Diskriminierung der Weißen machen, denn der Besitz an Menschen birgt eine unheimliche Verantwortung, die deren Tötung unvernünftig macht und darum Sklavenhalter in ihren Rechten beschneidet. Tatsächlich gibt es Gerichtsurteile, die bestätigen, dass ein Sklavenhalter, der seinen Sklaven an Leben lassen muß, um ihn noch zu besitzen, eben nicht frei und willkürlich über leben und Tod seines Besitzes bestimmen darf.

Hier wäre es sinnvoller, die berufliche Förderung nicht am weiblichen Geschlecht festzumachen, sondern an der tatsächlich geleisteten Erziehungsarbeit.

Wie soll denn das überprüft werden? Man reicht zur Bewerbung das Zeugnis seines Kindes mit ein und führt einen Stundennachweis über Lernhilfen, um geleistete Erziehungarbeit nachzuweisen? Oder bringt man die lieben Kleinen gleich zur Befragung mit? Bruno Köhler ist echt ein Scherzkeks.

Je mehr beruflichen Ausfall durch Erziehungsarbeit jemand hat, desto mehr berufliche Förderung sollte dieser Person zustehen, unabhängig vom Geschlecht.

„Berufliche Förderung“ hängt nicht vom Geschlecht ab, ein Rückgriff auf „andere“ Auswahlkritierien ist nicht notwendig, weil es alle betrifft. Eine Auswahl nach diesen Kriterien wäre eine Beschränkung und Diskriminierung der Nichteltern oder nicht engagierten Eltern – vor allem bei Männern. Denn deren Anteil an Erziehungszeiten ist ja „historisch gewachsen“ eher gering. Berufliche Förderung hängt nicht vom (weiblichen) Geschlecht ab. Und selbst die Frauenquote (keine Berufsfördermaßnahme, sondern Ausgleich struktureller Diskriminierung – gibt es auch als Gerichtsurteile und Erklärungen dazu:

Gesetzlich fundierte Pflicht im öffentlichen Dienst, bei einer Beförderung oder Neueinstellung unter bestimmten Voraussetzungen Frauen zu bevorzugen mit dem Ziel, eine für beide Geschlechter hälftige Stellenbesetzung zu erreichen.

In einigen Landesgleichstellungsgesetzen war in den Neunziger Jahren geregelt, dass bei gleicher Qualifikation der Bewerber die weiblichen Bewerber zu bevorzugen waren. Diese Regelung wurde durch den Europäischen Gerichtshof in der Entscheidung EuGH 17.10.1995 – C 450/93 für mit den Europäischen Gleichstellungsrichtlinie unvereinbar erklärt.

Diese Landesgleichstellungsgesetze wurden daher richtlinienkonform dahingehend geändert, dass sie eine so genannte Öffnungsklausel enthalten, nach der auch bei gleicher Qualifikation in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe die Bevorzugung des männlichen Bewerbers rechtfertigen können.

Im Dezember 2001 trat das Bundesgleichstellungsgesetz in Kraft, siehe dazu Gleichstellungsdurchsetzung.

In der freien Wirtschaft besteht grundsätzlich keine Verpflichtung zur Einhaltung von Frauenquoten. Ein dahin gehendes Gesetzesvorhaben konnte nicht durchgesetzt werden. In einigen Unternehmen sind jedoch Betriebsvereinbarungen über die berufliche Förderung von Frauen abgeschlossen, die ggf. auch eine Frauenquote enthalten.

Wenn Frauen davon stärker betroffen sind, würden sie auch in diesem Maße profitieren. Andererseits könnten aber auch die Elternzeit-Väter davon profitieren. Stattdessen bekommen diese Väter von Gesetz- und Arbeitgeber die lange Nase gezeigt.

Naja, sie sind ja Männer – gehen also nicht in Mutterschutz und werden auch nicht diskriminiert. Darum gibt es auch keine Männerquote, weil die Männer ohne Frauenquote mehr als 50 % Anteil am ÖD hätten, als eben mit einer hälftigen Frauenquote. Und darum ist auch die Frauenquote kein optimales Mittel, weil es den Frauen nur 50 % im ÖD gönnt.

Die Gleichstellungspolitik und –gesetzgebung geht viel zu wenig auf die Vereinbarkeitsproblematik von Vätern ein.

Es gibt der keine Vereinbarungsproblematik für Väter: Die heiraten einfach, deren Frau kümmert sich und sie gehen weiter arbeiten. Das ist ja Aufgabe der „historisch gewachsenen Struktur“ der gegensätzlichen Rollebbilder: Die Aufgabe der Frau und deren „historisch gewachsene“ Bestimmung ist die Versorgung der Kinder und die Entlastung der Mannes um diesen Part. Eine Vereinbarungsproblematik gibt es ja nur, wenn diese „historisch gewachsene Struktur“ überwunden wird, davon ist aber nun Bruno weit entfernt.

Ebenso besteht eine ausgeprägte Doppelmoral der Gleichstellungspolitik bei der Geschlechterquote in geschlechtertypischen Berufsbereichen. Bei jeder Minimalabweichung der 50%-Quote zuungunsten der Frauen wird gehandelt. Ein Männeranteil von etwa 2% im Erziehungswesen oder von 10-20% in allgemeinbildenden Schulen wird dagegen als Gott gegebene Selbstverständlichkeit akzeptiert.

Sollen wir Männer jetzt als Erzieher in die (im Westen spärlichen) Kitas prügeln, damit sie dort leiden, weil sie nicht als Leiter anfangen können und für ihre Präsenz geliebt werden? Das Erziehungswesen ist zimeist ÖD und da gibt es eine 50%-Quote für Männer, denn Frauen haben nur 50%ige Chance auf Einstellung. Das ist zwar schon mehr als sonst, aber führt nicht zum Ausschluß der Männer, wenn die sich denn bewerben würden: Es gibt nur nicht genug qualifizierte Männer. Gerade Männerrechtler wissen doch, dass die Erziehungswissenschaften als Studienfächer fast nur von Frauen belegt werden. Und ´nen Klempner können wir ja nun nicht auf Kinderloslassen, nur weil der gerade arbeitlos ist und ein Kerl und die angeblich in Kitas fehlen. Kurioserweise fehlen die männlichen Lehrkräfte an Unis eben nicht und da gibt es auch nur eine Frauenquote.

Mehr noch, die Integration von Männer in diese Bereiche wird politisch bewusst erschwert.

Das ist eine glatte Lüge. Unbelegt, falsch und lächlerlich.

So sind z.B. in Baden-Württemberg bezüglich der Stelle als Chancengleichheitsbeauftragte in Schulen, selbst wenn diese eine weibliche Rektorin haben und wenn diese einen Männeranteil von vielleicht lediglich 10% haben, nur Frauen wahlberechtigt und wählbar.

In der Bundesrepublik Deutschland sind auch nur Bürger über 18 wahlberechtigt und bei den Piraten nur die Parteitagstouristen. Eine solche Regelung ist sicher nicht basisdemokratisch, aber im Sinne einer „Mehrheitslegende“ (Richard Albrecht) durchaus legitim und für repräsentative Demokratien üblich. Ein Recht der Männer, überall mitzumischen, gibt es nicht.

Und diese Chancengleichheitsbeauftragte ruft dann zu regelmäßigen Gleichstellungskonferenzen unter Ausschluss der wenigen männlichen Beschäftigten auf.

Oh mein Gott. Und beim Menstrip müssen die männlichen Gäste ebenfalls draußen bleiben. Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt. Auch auf Wöchnerinnenstationen gibt es für Männer keine Betten. Und auch bei Frauenärzten sind Männer seltene Gäste und sie erleben keine Mammografie, keine Abstriche vom Gebärmutterhals: Diskriminierung von Männern, wo man nur hinschaut.

Bei einer solch Männer und Männlichkeit ausgrenzenden Gleichstellungspraxis ist der geringe Männeranteil in erzieherischen und pädagogischen Berufen bzw. die geringe Akzeptanz von jungen Männern, sich auf mehr aktive Vaterschaft einzulassen, kein Zufall sondern eine logische Folge.

Nur wenn man komplett paranoid ist und der Meinung, dass ohne einen selbst nichts richtig läuft. Die beschriebene Problematik, die sich als angeblich „logische Konsequenz“ aus Folgen des „historisch gewachsenen Struktur“ ergibt, ist von Männerrechtlern selbst verursacht: Die möchten, dass Frauen die Kinder hüten und das wird auch mit Zwang durchgesetzt (Mutterschutz), darum werden Frauen am Arbeitsmarkt diskirminiert und dagegen gibt es (im ÖD!) die Frauenquote, die dann angeblich Männer (überall) benachteiligt. Würden aber Männer nicht darauf drängen, ihre Frauen zu Hausfrauen zu machen (und würden die Frauen, diesen Wunsch dankend ablehnen), würde der Zwang zur Mutterschaft, bei gewollter Vaterschaft, aufgehoben, wären auch alle Ausgleichmaßnahmen auf Grund der Diskriminierung von Frauen überflüssig (und Männerrechtler hätten wenig Grund zu jammern).

Hier sollte die Politik die Gleichstellungsgesetzgebung weiterentwickeln und auch Männerförderung in männerunterrepräsentierten Berufsbereichen einführen.

Gegen Brunos Dummheit hilft keine Politik, da hilft nur Kritik. Und zwar massive. Bei einer 50%igen Frauenquote braucht es schon allein darum keine „Männerfördermaßnahmen“ wie eine Männerquote, weil die anderen Bewerber keine Aliens sind, sondern Männern. 50%-Frauenquote heißt immer auch 50%Männerquote, aber man kann die Männer halt nicht zur Bewerbung peitschen, um sie dann im ÖD auch noch zur bevorzugen!

Die abgedroschenen Phrasen des Geschlechterkriegsdenkens der 80er Jahre vom verantwortungslosen und faulen Vater sollten überwunden werden und einer ehrlichen Gleichstellungspolitik weichen, die die berechtigten Anliegen von Männern berücksichtigt und Väter nicht nur in die Pflicht nehmen, sondern auch Rechte und vor allem Gleichberechtigung geben will.

Wir sollten neue Phrasen finden. Hier ist eine: Männerrechtler sind gefährliche Idioten. So unterhaltsam deren Mist auch ist, so ist er doch gefährlich. Nach diesen Vorgaben erleben Männer in Ermangelung anderer Form Männlichkeit durch Ausgrenzung und leben diese als Ausgrenzung aus. Das ist aber auch die Basis für jedes totalitäre Prinzip, dass ja von der Spaltung lebt. Allerdings ist diese Kultur des Ausgegrenztseins (ohne es zu sein), dann natürlich gefährlich, wenn diese Idee in pure Aggression umschlägt: Diese Männer sind ja nicht machtlos, sie fühlen sich nur so. Dieser Typ Bruno zum Beispiel ist ja nach seinem Dafürhalten ein hilfloser Mann, ein Opfer in der „Femokratur“, aber was macht er: Er will mich zensieren. Und (fast) gelingt es ihm auch. Nur bin ich eben so dreist, mir jeden Einschüchterungsversuch einfach egal sein zu lassen. (Hoffentlich ist es blog.de auch egal.)

Bruno Köhler ist Vorstandsmitglied der geschlechterpolitischen Initiative MANNdat e. V. und langjährig in den Bereichen Jungenbildungsförderung, Männergesundheit und Väterpolitik engagiert.

Ich weiß genau: Manndat ist eine männerbündische Kameradschaft, die so ein bisschen auf Karneval macht.

Popp floppt (auch)!

Andi Popp floppt!

Andi, „Stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland“, wirkt ein wenig genervt über den „Genderstreit“, der angeblich „Alle Jahre wieder“ kommt. Dazu labert er dann ´ne ganze Menge Mist, aber unter anderem auch Sätze wie diese:

Ein Streitpunkt bei der Frage ist häufig, die Verwendung des generischen Maskulinums. Ich sag es gleich, ich bin dafür. Sprache ist etwas gewachsenes und in unserer gibt es eben ein generisches Maskulinum.

Ach, Herr Popp, Sie fühlen sich so schlau und sind es nicht. Es ist ganz wunderbar, dass sie das generische Maskulinum (genMask) kennen und ich finde es sehr großzügig, dass Sie dafür sind, nur verstanden haben Sie esnicht. Um nämlich das generische Makulinum „Piraten“ anzuwenden, Herr Popp, bräuchte es ja erstmal eine weibliche Form „Piratin“, die dann grammatikalisch korrekt zum Maskulinum wird.

Ein Satz wie “Ich bin Pirat!” von einer Frau gesprochen, ist kein genMask, sondern grammatikalisch schlicht falsch. Auch “Wir sind Piraten!” wäre nur dann richtig, wenn es eben nur Männer sind, sonst nicht. Anwendung fände “Piraten” als genMask unter Bezugnahme auf inbegriffene Frauen nur dann, wenn eben korrekt das genMansk angewendet würde, wie zBsp. in einem Satz “Frauen sind die klügeren Piraten.” und eben dann, weil es dann unsinnig wäre, die weibliche Form anzuwenden, weil sowieso alle Frauen weiblich sind. Niemand würde einen Zwerg klein oder einen Riesen riesig nennen oder einen Eckpfeiler in die Ecke stellen. Ein Satz wie “Frauen sind die klügeren Piratinnen.” wäre also aussagelogisch nicht besonders elegant, ein Pleonasmus.

Was Sie für den genMask halten ist dabei nur die Mehrzahl des einfachen, männlichen “Pirat”. Den genMask korrekt anzuwenden, macht aber gerade ihr Sprachregelung unmöglich, denn eine weibliche Form ist überhaupt nicht zugelassen.

Sie, Herr Popp, sich aber nun ein machthungriger Typ und dass diese zum eigenen Vorteil wirklich fast jede Norm außer Kraft setzen, schockiertmich nicht, aber wenn eine Frau Anti-frauen-politik mitträgt und zu diesem Zweck auch noch Grundregeln der Sprache korrumpiert, dann ist es nur noch peinlich.

Kurzum: Alle Frauen in der Piratenpartei, die solchen Unsinn von sich geben wie “Ich bin Pirat!” sollten bitte noch einmal einen Grundkurs Deutsch belegen, um zu verstehen, dass ihre Befindlichkeit nicht die deutsche Grammatik überwindet! Ich selbst bin ja sehr dankbar dafür, wenn sich wenigstens ein paar Frauen den Machos an die Brust werfen, das erspart uns vielleicht die ein andere soziale Verwerfung, aber zBsp. das „Ich bin Pirat!“ von einer Frau (is doch eine, oder?) tut einfach nur in den Augen weh- nicht nur wegen der pinken Haare (sind die echt?), sondern wegen akuter Grammatikschwäche. Bleibt also bitte bei der Wahrheit:

Feuchte Maskulistenträume!

Eine Dystopie oder Anti-Utopie ist eine Geschichte, die in einer fiktiven Gesellschaft spielt, die sich zum Negativen entwickelt hat, und stellt somit einen Gegenentwurf zu Thomas Morus‘ Utopia dar. Die Eutopie (griech. εὐτοπία, eutopia) stellt die positive Seite der Dystopie dar. Aber auch Endzeit-Geschichten sind eine Form der Dystopie. Häufig wollen die Autoren dystopischer Geschichten mit Hilfe eines pessimistischen Zukunftsbildes vor Entwicklungen in der Gegenwart warnen.

Eine dystopische Gesellschaft ist in der Regel charakterisiert durch eine autoritäre oder totalitäre Regierungsform bzw. eine Form repressiver sozialer Kontrolle. Typische Charakteristika einer Dystopie sind: Dem Individuum sind durch mechanisierte Superstaaten jegliche Freiheiten genommen, die Kommunikation der Menschen untereinander ist eingeschränkt oder anderweitig gestört und das Bewusstsein der eigenen Geschichte oder eigener Werte gekappt.

Sowas hätten wir dann wohl, wenn Männer wie Gruner (wieder) das Sagen haben. Wenn die „staatliche Umsorgung“ der Eltern zu Lasten des unwilligen, unsolidarischen, meist kinderlosen, von so lächerlichen Kleinigkeiten wie sozialstaatlichem Ausgleich völlig überforderten Steuerzahlers (der in diesem Fall eigentlich nur ein charakterloser, antisozialer Arsch ist), dem Modell der Alimentierung durch Partnerschaft weicht. Wenn Frauen sobald sie Mutter werden, sich in die Abhängigkeit zu irgendeinem Mann begeben müssen, der seine Familie – natürlich hat er auch Ansprüche – gnädigerweise vor dem Hungertode retten kann.

Mboah. Großes Kino.

Da schlagen Maskulistenherzen schneller: Wenn erstmal alle Weiber hungern, darf der große, starke, weiße Mann mit dem dicksten Faustkeil sich die schönste Perle aussuchen und mit ihr machen, was er will. Die erwünschte und erforderliche Demut besorgt ihr Fortpflanzungswunsch: Wenn die erstmal geschwängert ist, wird das Kind wichtiger als ihr Wohlergehen. Ab da hat der Sexist freie Hand.

Das sexistische Basisverständnis dieser Typen, ist nicht zu knacken. Die wachen frühmorgens auf und sind geschockt, wenn sie aus dem Fenster sehen und Frauen ohne männliche Begleitung entdecken. Auf offener Straße. Wenn sie auch nur ahnen, dass diese auf dem Weg zur Arbeit sind, um dort einem Mann Konkurrenz zu sein, wird scharf geschossen. Hat die Schlampe auch noch Kinder – und keinen Mann, der ihr zeigt, wo sein Hammer hängt- fließt der Shitstrom aus deren Schandmäuler wie Kacke aus Seniorenärschen nach 3 Bechern fettarmem Activia .

Für die ist es völlig normal, eine Frau dafür zu hassen, falls Sie sich einen Stuhl nimmt, um am Tisch zu sitzen – und nicht darunter. Damit Sie es begreift, wirft er Krümel runter und tritt sie in den Teppich. Wenn Sie schon nicht kriechen will, soll sie wenigstens putzen. Zur Aufrechterhaltung der Glaubenssätze eines gemeinen Sexisten erfindet er dann allerlei Märchen wie das von der „Beziehungsunfähigkeit“ der Alleinerziehenden oder „staatlichen Umsorgung“ bei Erhalt von HartzIV oder der Dummheit der Eltern, zu blöd zum Verhüten zu sein. Er generiert sich als Opfer einer fürchterlichen, männerfeindlichen und von bösen Frauen regierten Welt, in der er – ausgerechnet- nun heldengleich den Gipfelstürmer mimt – weil er die Wahrheit kennt, die einzig wahre Wahrheit. Die mit dem Medien-Echo: Die Wahrheit von der Unterdrückung des Mannes, durch Geschlechtsnot, Feminismus, Staat und Familie.

Zum Beweis des alltäglichen Leidens eines jeden (!) Mannes im bundesdeutschen „Feminat“ (und wer nicht leiden will, es besser weiß oder einfach nicht total irre ist, ist ein „lila Pudel“, „Waschlappen“, „Mösenkriecher“ oder „Schattenparker“) , stellt sich der gemeine Sexist dann geistesstinkend in die Öffentlichkeit, läßt einen fahren und möchte dafür gelobt werden. Darauf hofft er oft vergebens. Niemand will seine neue Mutti sein und ihm stolz über das Haar streichen, weil es nur ein Furz war. Logisch.

Darum wertet er hilflos die sehr persönlichen Hinweise auf die Unverschämtheit seines Anliegens als Angriff auf die Männer (alle!) und schon ist der Kreis wieder rund: Selbst ein Idiot zu sein, beweist die Diskriminierung vielerlei Gruppen aus aus vielerlei Gründen. Es kommt nur drauf an, als was der Idiot sich gerade gebärdet oder fühlt. Sexismus verkommt zum Schutzschild der Trottel, gegen jede Kritik ihres entsetzten Umfeldes. Wenn du – Leser- nichts mehr als ein dämlicher Arsch bist, fühl dich doch wengistens diskriminiert. Scheiß zum Berufsverkehr nackt auf die Stadtautobahn und jeder, der ´nen Vogel zeigt, beweist deine Unterdrückung ein weiteres Mal. Neuerdings schaffen es darum und mit dieser Methode sogar weiße deutsche Männer, sich als Opfer eines unklaren Unterdrückers zu prostituieren. Gegen ihren Willen!

Egal also, was eine Frau heute tut, sie wird sich den Zorn der zurückgebliebenen Sexisten und Hüter der Moral zuziehen. Die Frau als Spielball männlicher Interessen hat bisher wenig Möglichkeit auf streßfreies, selbstbestimmtes Leben. So oder so wird sie für ihre Gebärfähigkeit von Männern gehasst, die sich dabei noch als Opfer ihres Tuns, ihrer frechen Forderung nach Gleichberechtigung, kreischend in die Brust werfen. Und das geht so: Bekommt eine Frau ein Kind, ist sie die fiese Unterhaltsschlampe, die es nur darauf abgesehen hat, den Mann auszunehmen. Bekommt sie keines, wird sie ein anderer als Karriereemanze „outen“ um ihr die „demografische Katastrophe“ anzuhängen. Allein die Tatsache, schwanger werden zu können, ist hierbei ihr Verhängnis. Und egal, wie sie sich entscheidet, sie wird sich den geballten Hass hysterischer Männer zuziehen. Wagt Sie es, ihre gesetzlich zugesicherten Möglichkeiten zur Selbstbestimmung über ihr Leben in Anspruch zu nehmen, geht es in die nächste Runde: Verhütet Sie modern, peitscht sie der Vatikan. Verhütet Sie nicht, peitscht sie der Maskulist. Die Frechheit, sich mit Gebärfunktion nicht dem männlichen Willen zu beugen und nicht vom Sex mit einem Mann schwanger zu werden (oder doch), kommt ihr teuer zu stehen: Treibt Sie ab, jagt sie der Lebensschützer als dreckige Sau durchs Dorf, bekommt Sie das Kind, geifert der Maskulist und sricht von „Vergewaltigung“. Bleibt sie Single, ist sie eine Männerhasserin; bleibt sie keiner, lebt sie aus fremden Taschen. Ernährt sie sich selbst, macht das die Gestrigen rasend; arbeitet Sie nicht, aber auch. Nur weil Geld nicht vom Himmel fällt.

Egal, was eine Frau tut, sie ist das Opfer sexistischer Hetze und Zielscheibe sozialer Verachtung irgendwelcher hysterischer Männer. Immernoch. Das einzige was sich tatsächlich geändert hat, sind die Möglichkeiten für Frauen, sich neuer, anderer Hetze auszusetzen und das ist eine Errungenschaft: Frau hat die Chance, sich auszusuchen für was sie von welchen Männer gehasst, diffamiert und angegriffen werden will. Mehr aber auch nicht.

Sexismus ist auch heute noch Tagesgeschäft und es wird auch nicht besser, wenn die sexistischen Männer dazu schreien, sie wären das Opfer des Feminismus oder Devotschkas an ihrer seite bestaunen, denen jedes Maß an selbstachtung bereits verlustig ging.

Es ist einfach unglaublich unverschämt, anzunehmen, eine Frau müsse sich einen Mann suchen um über die Runden zu kommen oder um ein Kind zu ernähren. Es ist eine Anmaßung sondergleichen, einen solchen Zwang zu fordern und daraus politische Folgen zu wünschen. In manchen Ecken der Republik, des Internets, ist es so, als hätte es die Forderung nach Gleichberechtigung der Geschlechter in Deutschland nie gegeben!

Es ist sexistisch, für Frauen etwas anderes zu wollen, als für Männer. Und es ist eine tragische Komödie, dass es heute noch zu Hauf passiert!

Anarchafeminismus

Anarchafeminismus – ein Reisebericht

Vortrag und Diskussion mit Oxana Jakowa und Juanita Martinez am 04.02.2010, 19:00 im Courage im Volksbad Buckau

Die zwei Referentinnen von der Aktionsgruppe Anarchafeminismus der Libertären Aktion Winterthur spannen einen Bogen von den Anfängen der anarchistischen und feministischen Bewegung bis heute. Dabei wird ein informatives Geflecht aus theoretischen Überlegungen und lebendig-biographischen Bewegungsgeschichten gewoben, dass das Bild einer Strömung vermittelt, die zu Unrecht von der Geschichtsschreibung marginalisiert wird – und nicht zuletzt auch von Feministinnen und AnarchistInnen.

Die Vortragenden bauen mit Hilfe einer Reise durch Zeit, Raum und Theorie eine Brücke zwischen den Wurzeln des Anarchafeminismus, indem sie fundiert und reichhaltig informieren, so das die VertreterInnen beider Ursprünge über die jeweils andere Bewegung neues erfahren und ggf. das eine oder andere Vorurteil verlieren lernen. Es soll eine Diskussion darüber entstehen, wie beide Ansätze heute miteinander verknüpft werden können. Dabei geht es neben der Theorie auch um praktische Konsequenzen für eine anarcha-feministische Bewegung.

Volksbad Buckau c/o Courage

Soziokulturelles- & Frauenzentrum
der Fraueninitiative Magdeburg e.V.
Karl-Schmidt-Straße 56
D – 39104 Magdeburg
Tel & Fax 03 91/4 04 80 89

Weitere Infos: Aktionsgruppe Anarchafeminismus




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