Antifeministen im öffentlichen Leben

Folge 1

Günter Hannich

Über Günni, wie ich ihn liebevoll nenne, weiß man (und wikipedia), dass er 1968 geboren ist, sich als Diplom-Verwaltungswirt und Sachbuchautor ausgibt, der sich vorwiegend mit Wirtschaftsfragen, insbesondere der Zinsproblematik, befasst.

Über seinen Werdegang steht auf wikipedia:

Hannich absolvierte ein Studium der Verwaltungswissenschaften und arbeitet als freier Autor und Vortragsreferent. Von 2004 bis 2005 war er Chefredakteur der Zeitschrift „Humanwirtschaft“, bis Ende 2006 dem publizistischen Organ der Humanwirtschaftspartei.

Beachtlich hingegen die Liste seiner Veröffentlichungen:

*Sprengstoff Geld – Wie das Kapitalsystem unsere Welt zerstört, Lauben 1998, ISBN 3-00-002937-0
*Geldcrash – So retten Sie Ihr Vermögen – Der Krisenwegweiser, Lauben 1999, ISBN 3-00-005077-9
*Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise, Rottenburg 2000, Jochen Kopp, ISBN 3-930219-34-4
*Der Euro – die Endlösung für Europa?, Rottenburg 2001, Jochen Kopp, ISBN 978-3-930219-37-7
*Wer in der Schuld ist, ist nicht frei, Rottenburg 2002, Jochen Kopp, ISBN 3-930219-41-7
*Bloß weg! Ihr zweites Standbein im Ausland, 2002, ISBN 978-3-9808522-2-7
*Deflation – Die verheimlichte Gefahr, 2. Auflage, Ulm 2004, ISBN 3-9808522-3-7
*Der Marionettenstaat – So durchschauen Sie die Methoden der Drahtzieher, 2005, Jochen Kopp, ISBN 978-3-938516-18-8
*Staatsbankrott – Wann kommt die nächste Währungsreform, 2006, Jochen Kopp, ISBN 3-938516-27-5
*Die kommende Euro-Katastrophe. Ein Finanzsystem vor dem Bankrott?, 2009, Finanzbuch Verlag, ISBN 978-3-898795-09-8

Auf der Diskussionsseite zu seinem wiki-eintrag findet man Bermekungen wie folgende:

Leider weiss ich nicht, wie ich es hier formulieren soll, aber irgendwie erscheint mir der Autor und sein Werk, auch durch viele Rezensionen anderer leute, eher in den Bereich der verschwörungstheoretiker zu fallen.

und unter dem Titel „Rechter Autor“

Liebe Leute, wieso unterschreibt hier eigentlich niemand seine Beiträge? Wir werde sich des Mannes mal annehmen, denn das scheint ja wirklich großer Schrott zu sein. Bereits ein kurzer Blick auf Wortwahl und Lay-Out der Bücher weist auf die Herkunft des Autors aus der ganz rechten Ecke hin. Diskurs nennt man das. „Drahtzieher“ soll nix mit Verschwörungstheorie zu tun haben? „Der Euro – die Endlösung für Europa?“ – sorry aber „Endlösung“ wird üblicherweise für die Ermordung der europäischen Juden verwendet. Da versucht jemand Begriffe umzudeuten – typisches Neonazihandwerk. Wenn Euro und Holocaust das gleiche sind, dann kann letzterer ja so schlimm nicht gewesen sein. Diese ganze „Zinskritik“-Scheiße ist auch hinlänglich bekannt: Die Nationalsozialisten differenzierten zwischen „raffendem“ („jüdischen“ Finanzkapital) und schaffendem („arischen“ Fabrikanetenkapital) Kapital und basierten das ebenfalls auf „Zinskritik“. Sieben Zwerge 17:50, 17. Jun. 2008 (CEST)

und auch ein Vorschlag zur Güte, der – warum auch immer – es nicht auf wikiseite schaffte:

Da die Person respektive ihre Aussagen kritikwürdig sind, sollte man einen entsprechenden Absatz „Kritik“ einfügen:

Die Publikationen von Günter Hannich verbinden allegorische Weltuntergangsszenarien mit bedrohlichen Zukunftsszenarien, die basale Ängste aufrufen sollen. So skizziert Hannich auf seiner Seite die Dystopie einer lebensbedrohlichen Zerstörung der Existensgrundlagen von jedermann („Ich sehe Bilder vor meinen Augen. Hässliche Bilder. Von bettelnden Menschen auf den Straßen. Ich sehe Bilder von verzweifelten Menschen, die alles verloren haben.“ http://www.crashinvestor.de/pfl?af={AFFILIATE}). Auslöser für das von Hannich in Aussicht gestellte Szenario wird, so Hannich, das scheiternde Geldsystem sein. Für zahlende Kunden bietet Hannich einen Börsenbrief mit Anlagetipps an, die im wesentlichen zum Ankauf von Edelmetallen und Short-Positionen (Spekulationen auf sinkende Kurse) beruhen. Die von Hannich manipulativ eingesetzte Einschüchterung wird vielfach als unseriös empfunden.
Gruß, Michael Schulz (nicht signierter Beitrag von 213.39.152.55 (Diskussion | Beiträge) 01:01, 8. Aug. 2009 (CEST))

Kurzum: Komischer Vogel. Einer von vielen. Er wird in der Jungen Freiheit (44/06 27) erwähnt, veröffentlicht im einschlägig bekannten Kopp Verlag, über den es auf wikipedia heißt, der Verlag habe sich auf Literatur aus dem Umfeld von Verschwörungstheorien und Pseudowissenschaften spezialisiert und wird auf Arne Hoffmann’s Genderama-blog zum „Frauenmangel in Deutschland“ befragt und landet mit diesem Thema im Heft 61 des ef-magazin, Seite 37 (mit Bild), Frauenmangel in Deutschland. Über das ef-magazin sagt der Journalist Tomas Sager in der Zeitschrift Blick nach Rechts im Jahre 2003 eigentümlich frei als „Beispiel für die Querfrontstrategie neurechter Kräfte“ und begründet dies damit, dass Beiträge von Manuel Ochsenreiter, Hans-Helmuth Knütter, Claus Nordbruch sowie ein Interview mit JF-Chef Dieter Stein in „eifrei“ abgedruckt worden sind, und der Chefredakteur Lichtschlag in der Jungen Freiheit veröffentlicht hat. Günni aber schaffte es als „Finanzexperte“ sogar ins Fernsehen, N-TV, anzusehen sind seine Ausführungen über die „Finanzkriese“ auf youtube.com und hier:

Weitgehend unstrittig: Günter Hannich ist ein „Finanzexperte“, „Bestseller-autor“, gefragter Redner und ein Rechtspopulist. Er soll sehr unglücklich mit einer Russin verheiratet sein und mit ihr eine gemeinsame Tochter haben. Spannend wird es für mich aber, wenn ich die auf seiner Webseite (veröffentlichten Ergüsse zum Thema Frauenmangel – der ungerechte Beziehungsmarkt aus seinem Buch „Der Marionettenstaat“ lese:

Die folgenreichste Spaltung der Gesellschaft vollzieht sich jedoch in den Familien. Da die Familie der Rückhalt des einzelnen ist, werden die Menschen regelrecht wurzellos, wenn diese Urzelle eines jeden Staates zerstört wird. Doch die schnell steigenden Scheidungszahlen zeigen, dass hier eine massive Unordnung herrscht. Ursache dafür ist der Umstand, dass in den letzten Jahrzehnten die Frauen gegen die Männer aufgebracht wurden. Es wurde erzählt, dass die Männer den weiblichen Teil der Bevölkerung seit Urzeiten unterdrückten. Vergessen wird jedoch dabei, dass beide Geschlechter in ihren Begabungen ungleich sind und die frühere Ordnung nur eine sinnvolle Arbeitsteilung darstellte. Durch diesen inszenierten Geschlechterkrieg jedoch wurden speziell in Deutschland die Männer in eine ausweglose Situation gebracht: Gesetze wurden geschaffen, die Frauen einseitige Privilegien einräumen. Speziell im Scheidungsrecht hatte dies fatale Auswirkungen. Dazu kommt eine Medienpropaganda, welche alles männliche als „schlecht“ und alles weibliche als „gut“ darstellt. Vergessen wird dabei, dass in einer stabilen Gesellschaft beide Seiten nötig sind und sich harmonisch ergänzen sollten. Dazu kommt ein vor allem in Deutschland ausgeprägter Frauenmangel, der vor allem in der jüngeren Generation dazu führte, dass die Anforderungen an einen Mann in unrealistische Größen gewachsen sind. Männerfeindliche Gesetzgebung, Medienpropaganda und Frauenmangel jedoch bringen die Männer in eine hoffnungslose Lage. Von diesem Streit profitiert ein System, welches auf Ausbeutung angelegt ist. Die Frauen haben leider nicht erkannt, dass sie auch nur instrumentalisiert und gegen ihren natürlichen Beschützer, den Mann, aufgebracht wurden.

Außer ein paar Webseiten, Bücher und yt-Videos wirbt Günni für seine kruden Theorien mit google:

Hannich wirbt auf Google

Im politik-forum.eu ist Günni übrigens als „Kapitän“ unterwegs und führt so sinnvolle Diskussionen wie „Das Halodrisyndrom – Frauen stehen auf kaputte Typen“ oder „Das Ende des Feminismus ist da!“, im Politikforum.de agiert er ebenfalls als „Kapitän“, aber auch als „t1000y“ und hält sich überall vor allem in Gender-bereich auf. Neulich wurde er als „Antifemifaschist“ im „neuen Gelben“ gesichtet.





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