Wie Maskulisten leiden

Roslin, seines Zeichens einer der harmloseren Maskulisten, der zwar klar unbelehrbar und latent misogyn denkt, aber wenigstens nicht gemeingefährlich und brutal zu sein scheint, erklärt im Manndat-forum detailliert, warum er sich zu den diskriminierten Männern zählt:

Unterstützung von Männern in Überlastungssituationen
Roslin, Sonntag, 31. Januar 2010, 01:35 @ AndreasKs.

Das ganz alltägliche Unwohlgefühl in Gegenwart von Frauen, etwa am Arbeitsplatz.
Das Wissen darum, wieviel Macht Frauen dort und in der Partnerschaft über Männer haben.
Sie können z.B. implizit oder explizit ihrem Partner drohen: „Wenn Du nicht tust, was ich will, wenn Du nicht funktionierst in meinem Sinn, dann lasse ich Dich aus unserer Wohnung/unserem Haus werfen (Gewaltschutzgesetz), reiche die Scheidung ein, behalte die Kinder, entfremde sie Dir, behalte das Haus und lasse Dich das Ganze bezahlen.“

Glaubwürdige Drohungen, wie eine Unzahl von Beispielen beweist.

Am Arbeitsplatz schwebt das Damoklesschwert der Beschuldigung wg. sexueller Belästigung über Männern.
Ein falscher Blick, ein dummer Witz, eine ungeschickte Anmache oder eine nicht erfolgende Anmache oder die Ablehnung einer weiblichen Anmache, eine mißgünstige Kollegin, eine Anzeige und der Mann ist ruiniert.

Es sei denn, er kann den Vorfall lückenlos dokumentieren, kann seine Harmlosigkeit beweisen oder sein Nicht-Geschehen-Sein.

Denn es ist der Mann, der seine Unschuld beweisen muss.

Die vielen Falschbeschuldigungen wg. Vergewaltigung und/oder Gewaltanwendung, als Kampfmittel in Scheidungsverfahren, als überzogene Reaktion auf Unzufriedenheit mit dem Mann, zur Verschleierung eigenen Fehlverhaltens, zur Bewältigung eigener Unzufriedenheit mit selbst zu verantwortendem sexuellen Verhalten (klassischer Fall: beide landen besoffen im Bett, beim Aufwachen ist sie entsetzt, mit wem sie da im Bett gelandet ist > Vergewaltigungsanzeige, bevor die Freundinnen darüber lästern, mit wem sie sich eingelassen hat, bevor der eigentliche Freund es erfährt oder gar die Mama).
Die Zahl der Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigungen ist hoch, statistisch valide Untersuchungen Jahrzehnte alt (warum gibt es dazu eigentlich keine neuere Forschung?!).
Sie kamen auf 40-60 % Falschbeschuldigungen, wobei nur die Beschuldigungen als falsch gewertet wurden, die von den Beschuldigerinnen selbst zugegeben wurden, nicht etwa auch noch die, die von den Ermittlern als offensichtlich unbegründet angesehen wurden.
Und obwohl die Falschbeschuldigung eines Mannes einer mehr oder weniger schweren seelischen Vergewaltigung gleich kommt, je nach dem, wie lange es dauert, bis er seine Unschuld beweisen kann, je nach dem, wie sehr sein Umfeld, seine Frau, sein Arbeitgeber, seine Freunde, seine Vereinskameraden ihm glauben, je nach dem, wie sehr er von all diesen Menschen als schuldig angesehen wird, bleibt diese doch für die Täterin fast immer straflos, in jedem Falle ein lässliches, minder schweres Vergehen, kaum der Rede wert.

Einen Mann kann sie ruinieren, die Frau, die Familie, den Arbeitsplatz, die Freunde kosten, kann zur kompeletten Vernichtung seiner sozialen Existenz führen.

Darüber hinaus wird nach wie vor von Männern erwartet, dass sie sexuelle Beziehungen „anbahnen“, auf Frauen zugehen, um Frauen werben.
Je nachdem, wie ungeschickt-tölpelhaft sie sich dabei anstellen, wie dysfunktional die Frau ist, an die sie geraten, je nachdem, ob sie gefallen oder nicht, kann ein-und dasselbe Verhalten mal als erotisch anregend, mal als sexuelle Belästigung gewertet werden.
Es liegt alleine bei der Frau, das zu beurteilen.
Es ist der Mann, der real nach erfolgter Anzeige seine Unschuld beweisen muss.

All das belastet das Klima zwischen Männern und Frauen im Alltag, macht Unbefangenheit kaum noch möglich.
Das Klima ist vergiftet.
Es macht keinen Spass mehr.

Ist das diskriminierend?

Dazu das ständige Hintergrundrauschen der „Gegen-Männergewalt-Propaganda“, all die Plakate am Arbeitsplatz, die vor sexueller Belästiung durch Männer warnen und Frauen dürfen sich die dümmsten und vulgärsten Witze erlauben.

Es macht keinen Spass mehr, mit Frauen umzugehen.
Mann läuft dabei über ein Minenfeld.

Ist das diskriminierend?

Das, Roslin, ist eine Persönlichkeitsstörung. Sie haben ein Problem mit Frauen. Die Ursachen gehen mich einen feuchten Kehrricht an, dazu könnte ich eh nur unken (oder recherchieren), aber die Ursachen solcher Symptomatik interessieren mich auch nicht, aber allein die Tatsache, dass Sie es für normal und legitim halten, ein „alltägliche(s) Unwohlgefühl in Gegenwart von Frauen“ zu fühlen und auch noch zu kommunizieren (und ihnen dort auch niemand sagt, wie gestört Sie sind) macht mich stutzig: Sie sind misogyn, Sie haben Angst vor Frauen und Sie wissen es nicht mal.

Dass solche Persönlichkeitsstörungen, wie sie Roslin (und er ist einer der Harmlosesten aus dieser Liga der außergewöhnlichen Diskriminierungsopfer) dort spazieren führt, aber in der Maskulistenszene kommuniziert und kultiviert werden, mache ich den Betreibern solcher Frauenhassplattformen zum Vorwurf: Frauenhass zur Politik zu erheben, das individuelle Dilemma im Umgang mit Frauen, zum gesellschaftlichen Problem zu halluzinieren, macht diese Szene so gefährlich. Jeder Mann, der wirklich schlicht zu dumm ist, nicht zwischen Unterhaltsberechtigtem und Anspruchsgrundlage zu unterscheiden, fühlt sich dort sauwohl und wird im Frauenhass geschult und ideologisch auf Spur gebracht.

Das hat doch aber alles nichts mit Politik zu tun und das ist auch nicht heilbar: Typen wie Roslin werden sich trotzdem Frauen suchen, die selbst kein Geld verdienen und darum Unterhalt beanspruchen werden und auch dürfen. Das hat der Gesetzgeber so vorgesehen, die konservativen Männer wollen das so. Und Typen wie Roslin werden auch nur Frauen wollen, die es für völlig normal halten, ihre Männer arbeiten zu schicken. Typen wie Roslin werden auch einer Frau nie vertrauen, so dass ohnehin nur zweifelhafte Beziehung mit fragwürdigen Charakteren zu Stande kommen, so wie auch Roslin einer ist. Gibt es auch nur eine Frau, auf der Welt, die eigens vom Planeten Venus importiert werden muß, um hier das gewünschte Rollenmodell zur Freude der Maskulisten zu leben, deren Konsequenzen, aber vor allem Maskulisten als Diskriminierung empfinden, werden sich 20 Maskulisten um ihr zu gefallen ankreischen und gegenseitig an den Haaren ziehen, um 5 Jahre später wieder jammernd die Bosheit der Frauen zu beklagen, weil er mal wieder von seiner Ex über den Tisch gezogen wurde. Er muß nämlich nun Unterhalt bezahlen, für Frau und Kind. Das bringt Typen wie Roslin schlicht um das bisschen notversorgten Verstand und macht sie zu verängstigten Jammerlappen, die dann die dümmsten misandrischen Klischees einfach nur umdrehen und erneut durchhecheln:

Als Frau Schwarzer den Frauen einredete, sie könnten abends nicht mehr durch Parks laufen, weil an jeder Ecke ein notgeiler Mann lauert, der sie vergewaltigen will, war das sexistisch und dumm. Und genau so dumm und sexistisch ist es aber auch, sich in Gegenwart von Frauen unwohl zu fühlen, weil das „Damoklesschwert“ der Falschbeschuldigung über den Männern. Das Gleiche in Grün, nur noch blöder, weil seltener.

;)


1 Antwort auf „Wie Maskulisten leiden“


  1. 1 Lydia 22. Dezember 2010 um 5:16 Uhr

    „Typen wie Roslin werden sich trotzdem Frauen suchen, die selbst kein Geld verdienen und darum Unterhalt beanspruchen werden und auch dürfen. Das hat der Gesetzgeber so vorgesehen, die konservativen Männer wollen das so.“

    Heh, genau das denke ich auch die ganze Zeit: ENTWEDER sich eine „traditionelle“ Frau suchen und sich dann mit Unterhaltsansprüchen rumschlagen, ODER finanziell unabhängig bleiben und halt dafür eine Beziehung mit einer „Emanze“ führen. Ein Hausweibchen, das nicht vom Mann versorgt werden muss, gibt es nicht.

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