Archiv für Dezember 2009

Wer ist Oury Jalloh?

Tod in der Zelle
Am heutigen Donnerstag befasst sich der Bundesgerichtshof in Karlsruhe mit dem Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh aus Sierra Leone. Jalloh war am Morgen des 7. Januar 2005 festgenommen und in eine Zelle der Polizeiwache in Dessau (Bundesland Sachsen-Anhalt) verbracht worden. Dort wurde er durchsucht; es wurden weder ein Feuerzeug noch Streichhölzer bei ihm gefunden. Dennoch verbrannte Jalloh in der Zelle, nachdem er dort auf eine feuersichere Matratze gelegt und auf ihr festgeschnallt („fixiert“) worden war.

Wie der Brand gelegt wurde, ist bis heute ungeklärt; Polizisten behaupten, Jalloh habe angebliche Löcher in der Matratze genutzt, um – weiterhin in Fesseln – mit einem Feuerzeug unbekannter Herkunft das entflammbare Innere der Matratze anzuzünden. Belegt ist, dass ein verantwortlicher Polizist Hilferufe ignorierte und die Sprechanlage in Jallohs Zelle leiser stellte, anstatt ihm zu Hilfe zu eilen. Keine drei Jahre zuvor war in derselben Polizeiwache unter der Aufsicht desselben Polizeibeamten ebenfalls ein Inhaftierter in einer Zelle zu Tode gekommen.[1]

Am Donnerstag, 17. Dezember 2009 um 9.00uhr, Herrenstr 45a Karlsruhe beginnt die Revisionsverhandlung vor dem Bundesgerichtshof über die Revision im Falle des ermordeten Oury Jallohs in Karlsruhe

Fast fünf Jahre nach dem Tod des Flüchtlings Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle und ein Jahr nach dem Freispruch der beteiligten Polizisten wird am 17. Dezember der Bundesgerichtshof in Karlsruhe über die Revision gegen den Spruch des Dessauer Landgerichts vom 8. Dezember 2008 diskutieren. An diesem Tag stehen wir geschlossen hinter der Familie Oury Jallohs und ihren Forderungen nach Wahrheit und Gerechtigkeit. Wir werden wachsam und genau verfolgen, wie sich das kolonial geprägte Recht verhält.[2]

Der Prozess Oury Jalloh in Dessau – Ein Prozess mit klarem Ausgang

Polizeiaktion gegen Telecafe und Mouctar Bah vor Gerichtstermin im Fall OURY JALLOH

Polizeidirektion Dessau macht ihre eigenen Nachrichten: Polizeiaktion gegen Telecafe unmittelbar vor dem Gerichtstermin im Fall OURY JALLOH

Pressemitteilung vom 16.12.2009 zur Verhandlung vor dem Bundesgerichtshof unter: http://thecaravan.org/node/2230 [3]

Mouctar Bah

Mehrere Polizisten drangen am 16.12.09 gegen 14°° Uhr in das Telecafe, wo nach dem grausamen Tod Oury Jallohs sein Freund Mouctar Bah zusammen mit anderen die „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ gründeten.

Die Polizisten kamen ohne einen richterlichen Beschluss. Der Einsatzleiter war auf dem Präsidium geblieben. Ein Beamter vor Ort sprach vom neuen Polizeigesetz und von verrufenen oder verruchten Orten und dass dies jetzt erlaubt sei. Mehrere Personen, die sich im Laden aufhielten, wurden kontrolliert. Die Polizei durchsuchte das Telecafe ohne Zeugen. Herrn Mouctar Bah und anderen Anwesenden wurde die Beobachtung der Durchsuchung verweigert. Über vier Stunden dauerte die Aktion in den kleinen Räumen des Telecafes. Auch ein Polizeihund wurde durch den Laden gebracht. Genau wie die Beamten ohne ein rechtliches Schriftstück kamen, so verließen sie den Laden ohne ein Protokoll o.ä. zu hinter lassen.

Herr Bah versuchte während der gesamten Zeit mit dem Einsatzleiter des polizeilichen Überfalls zu sprechen. Dieser allerdings blieb die ganze Zeit über in der Polizeistelle Dessau-Roßlau. Auf unsere Nachfragen bei der Polizeidirektion hieß es, dass die Durchsuchung im Rahmen einer Aktion gegen den Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz (BTM) stattfindet. Mehr Informationen wollte Herr Dammenheim von der Polizeiführung nicht geben und zitierte eine Presseerklärung, die der Dessauer Staatsanwalt Herr Preissner zusammen mit der Pressesprecherin der Polizeidirektion Frau Wendland heute an die Presse weitergeleitet haben. In dieser wird mitgeteilt, dass die Ergebnisse der heutigen Aktion im Laufe des morgigen Tages, als am 17.12.2009 der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Zur gleichen Zeit findet morgen, am 17.12. 2009, vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe die Verhandlung über die Zulassung der Revision im Verfahren Oury Jalloh statt. Herr Bah und weitere Mitglieder der „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ trafen zur Zeit der Polizeiaktion gerade ihre Vorbereitung für die Fahrt nach Karlsruhe.

Morgen, wenn der Fall Oury Jalloh wegen des Revisionsverfahren und des BGH Termins die Presseaufmerksamkeit auf sich zieht, werden die Polizeidirektion Dessau und Staatsanwalt Preissner ihre eigenen Nachrichten mit einer BTM-Aktion im Dessauer Stadtgebiet machen.

Staatsanwalt Preissner war der leitende Staatsanwalt im Dessauer Polizeiverfahren. Er hat verhindert, dass offene Ermittlungen zum Tod Oury Jallohs in alle Richtungen geführt werden. Er hat von Beginn die These oder Schutzbehauptung der Polizei vertreten- Oury Jalloh habe sich selbst verbrannt.

Alle „Ermittlungspannen“, die verschwundenen Beweismittel und die zahlreichen Lügen der PolizistInnen vor Gericht haben nichts daran geändert. Aber es hat einer größeren Öffentlichkeit vor Augen gebracht:
Oury Jallohs grausamer Feuertod war Mord.

Die fortgesetzte Arbeit der „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ ist den Behörden weiter ein Dorn im Fleisch. Deswegen wird immer wieder Herr Bah und das Telecafe in Dessau zum Angriffsziel. Während Herr Bah von zivilgesellschaftlichen und Menschenrechtsorganisationen für sein Engagement gegen Rassismus und Polizeigewalt mit Ehrungen ausgezeichnet wurde, haben die Dessauer Behörden seit dem ersten Protest für die Aufklärung der Todesumstände Oury Jallohs eine Diffamierungs- und Verfolgungskampage gegen Herrn Bah begonnen. Sein Laden und seine Gewerbelizens wurden ihm entzogen. Mehrere Verfahren wegen angeblicher Beleidigung u.ä. geführt und wieder eingestellt. Nur vier Tage nachdem Herr Bah in Berlin von der Internationalen Liga für Menschenrechte für sein Engagement mit der „Carl-von-Ossietzky-Medaille“ geehrt wurde, ist er wieder zur Zielscheibe der Dessauer Polizei geworden.

Die „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“, The VOICE Refugee Forum und die KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen verurteilen die willkürliche und rechtlich unhaltbare Polizeiaktion.

Alle diese Versuche der Bedrohung und Einschüchterung werden unseren Kampf gegen rassistische Polizeigewalt und staatlichen Rassismus und unsere Solidarität mit den Angegriffenen stärken.

Oury Jalloh — das war Mord! Gedenkdemonstration zum 5. Jahrestag am 07.
Januar 2010 14°° Dessau Hauptbahnhof

[1] http://www.meinpolitikblog.de/2009/12/17/kein-rechtsstaat-mehr/
[2] http://thecaravan.org/node/2230
[3] http://thecaravan.org/node/2230

Für alle Femanzen mit (und ohne) Penis!

Hallo, ihr Lieben, Piraten, Nichtpiraten, Interessierte, Nichtintererssierte, liebe Frauen und nackte Kerle!

Nachdem die diskriminierten Piratenmänner und diskriminierten Piratennichtmänner nicht müde werden, ihrem strukturellen Antijudaismus – Keine Panik, die meinen das nicht so! Ist bei denen nur Kastrationsangst! – durch das parteieigene Forum zu peitschen, geht es nun mit dem Bedrohungszenario Gender weiter. Miriam, ihres Zeichens geschundenes SED-Terror-Opfer, wie VeVi, seines Zeichens einfach nur dämlich, unterhalten sich über Gender-Mainstreaming. Das ist dann in etwa so spannend wie eine Diskussion mit Ray Charles und Corinna May über den gestrigen Sonnenaufgang:

Miriam:

Wichtiger ist doch eigentlich die Bevölkerung über Gender Mainstreaming aufzuklären, mit anderen Worten, Finger in die Wunde zu legen. Wieso kommt man vom Familienministerium zu einer Gender-Mainstreaming-Seite – wohl gemerkt nur dieser Link, Alternative fehlt. Also ist Bundespolitik nicht mehr unabhängig?

VeVi regt sich dazu – wie üblich- auf:

„Völkerrechtliches Grundgesetz für Frauen“ finde ich eine interessante Formulierung.

1. Vor diesem Hintergrund wurden und werden also in Deutschland Gesetze gemacht. -> http://www.bmj.de

2. Diese Gesetze diskriminieren Männer und Väter und müssen teilweise erst durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte thematisisert werden

Jau, er hat´s durchschaut. Und Sie natürlich erst recht. Um Männer zu quälen, gibt es Gleichstellungspolitik. Zu keinem anderen Zweck. Wer etwas anderes sagt, lügt, ist Feministin und wirft auch kleine Kinder ins Wasser und spuckt auf Zuruf ungeborene Föten aus. Einer Frau auf Augenhöhe begegnen zu müssen, ist für jeden echten Kerl darum eine unerträgliche Quälerei. Mit Sicherheit schlimmer als jene von Versailles.

Miriam, die mit Cocker-Spaniel-Haupthaar über dem Pfannkuchengesicht freudig ihre Blödheit zur Schau stellt, braucht darum auch kein Gender-Mainstreaming, um sich frei und sexy zu fühlen. Miriam ist eine selbstbewußte und emanzipierte Frau. Wie jede andere Zonen-Gaby. Allerdings ist sie eher der Typ, der auch zu DDR-Zeiten Schulstunden im Schrank verbracht hat. Wie die fette Mela, die auf ihrem Federherd so schrille Töne spuckt wie jene:

Wir sind nicht hilflos und schwach. Wir sind stark. Und deswegen machen wir ihnen Angst.

Jau, Angst vor dem totgetrampelt werde, macht sich da hier da schon breit. Und man sich selbst danach sicher auch. Ob mit der Stärke allein der Umfang ihrer Hüfte gemeint ist, läßt mela offen. Die Kraft einer klaren Argumentation verweigert sich ihr bisher noch. Ich sehe aber schon etliche Rolltreppen panisch ins Ausland fliehen, wenn Kloß Mela ihre fetten Haxen zum Abtransport auf eine solche in die obersten Etagen der Bundesrepublik hievt, während der chronisch twitternde Bernd, mit anderen Piraten über die Diskriminierung als Mann durch Beschneidungen, exklusive Wehrpflicht, Frauenquoten, erektile Dysfunktion, fette Weiber und Unterhalt jammert…..Watt ´n Spaß.

Aber das Leben eines Piraten ist eben härter als hart und erinnert so ´n bisschen an den Kampfgeist des Ku-Klux-Klan gegen die Unterdrückung der weißen Rasse durch den unbändigen Rassenhass der Schwarzen, im Süden der USA.

Der GröMaZ spricht zum Piratenvolk

Arvid (oder „arschi“ wie ich ihn zärtlich nenne) kann es wieder einmal nicht unterlassen, die ihm hilflos ausgelieferten User mit seinem Unsinn zu behelligen. Leider müssen sie ihn lesen, denn Mods kann man nicht ignorieren. Widerworte ahndet er mit Sanktion. Wer wagt es also, ihm seinen Unsinn um die Ohren zu hauen, hm?

ICH!

Hier der neueste Erguß unseres großkotzigen Superpiraten:

Quoten sind institutionalisierte Korruption.
Sie fördern nicht die Qualifizierten, sondern die disqualifizieren diese.
Sie sind undemokratisch und entmutigend für die Personen, die durch sie als Quotenmensch auf einen Posten gelangen und senken den Respekt für die ggf. gute Leistung einer solchen Personen.

Arvid

Quelle

Starr vor Entsetzen fing ich sofort an zu recherchieren:

Im Jahre 1984 führte die damalige Europäische Gemeinschaft (EG) eine Quotenregelung ein, um die Milchproduktion in den Mitgliedstaaten zu beschränken. Grundlage für die Zuteilung der Milchreferenzmenge, auch Milchquote oder Milchkontingent genannt, war die Milchanlieferungsmenge des Milchwirtschaftsjahres 1983 (1. April 1983 bis 31. März 1984).

Quelle

Rettet die Kühe! Auch Kühe haben ein Recht auf Demokratie (ob mit oder ohne Euter)! Stoppt die institutionalisierte Korruption! Auch Bullen wollen gemolken werden! Und auch arvid möchte ein Chance auf einen Listenplatz! Und wenn er sich dazu erst die Matte von Miriam auf den Kopf legen muß!

Zu erwarten, dass Forengott Arschi begreift, dass nicht die Quote (wenn es auch eine für Frauen gibt), die Gewählten disqualifiziert, sondern der Sexismus der männlichen Giftspritzen, die aus der hohlen hand behaupten und annehmen, dass Frauen auch in einer Demokratie nicht wegen ihres Geschlechts gewählt werden, sondern wegen ihrer Kompetenz, dass aber die Frauenquote dafür sorgen kann, dass Frauen überhaupt auf einen Listenplatz kommen (die Hoffnung ist gering, Ärsche wie Arschi über die Listen entscheiden), weil eben die sexistischen Klischees ausgehebelt werden, die auch Clown Arschi mit sich herumschleppt und ins Forum erbricht, begreift der nicht. Wie auch? Alle, die es ihm sagen, werden ja gesperrt. So wird das Piratenforum zu einem Ableger irgendeines namenlosen Frauenhasserforums, in dem jeder Depp seine Rollenstereotypen herunterbeten darf und bis hin zur knallharten Misogynie, „Politik“ betreibt.

Das kann´s ja irgendwie nicht sein….

Piraten (und andere Spitzel) in Aktion

Warum Piraten keine Weltverbesserer sind:

Hallo Isquierda,
dein Blog „Isis-Welt“ auf blog.de wurde
aufgrund der folgenden Probleme gesperrt:
Beleidigung (Wir sind darauf aufmerksam gemacht worden, dass Dein Blog gegen unsere AGB verstößt.
Zur Zeit unterliegt Dein Blog einer Prüfung. Bitte wende Dich an support@blog.de. Wir bitten um Dein Verständnis. ).

Wenn du möchtest, dass dein Blog wieder entsperrt wird, wende dich bitte an unseren Support:
http://www.blog.de/srv/support.

Dein blog.de-team

Wer war es? Ein Pirat, seines Zeichens G-Mod im Forum der Piratenpartei (und privat derzeit als Blogwart aktiv), GröMaZ arvid:

Noch mal für dich Mädel, ich habe dich nicht denunziert, sondern dem Betreiber deines Blogs gemeldet, dass du Inhalte verbreitest, die nicht den Nutzungsbedingungen entsprechen. Wie der Betreiber darauf reagiert und was er daraus macht, ist in seiner Verantwortung, nicht in meiner.

Quelle

Nur soviel, der Mann fühlt sich beleidigt, wenn Frau beim Blow Job nicht die Zähne entfernt. Arvid zu beleidigen, ist so einfach wie das morgendliche Häufchenmachen: Sei einfach klüger als er. Und das fällt kaum jemandem, vor allem nicht emanzipierten Frauen, sonderlich schwer. Arvid ist auch jener, der mich einst wegen „Männerhass“ und „pauschaler Verunglimpfung von Männern“ aus dem Piratenforum sperrte. Mein einziger Fehler war, ihm und anderen Männern zu widersprechen. So konnte ich es zum Beispiel nicht unterlassen, mich über das „Schlampermäppchen“ der AG Männer im Piraten-wiki ausgiebig lustig zu machen:

http://wiki.piratenpartei.de/AG_Männer/Arbeitsbereich

ZBsp. mit jenem wirklich bemerkenswert offenherzigem Bekenntnis zum Sexismus der Piraten:

Frauenquoten
U.a. wurden Frauenquoten in Parteien diskutiert. Einhellige Meinung, Frauenquoten seien das falsche Mittel und deshalb überall abzuschaffen.

aber auch so Lustigem wie dem hier:

Ungleichbehandlung im Strafrecht
•StGB § 183 Exhibitionistische Handlungen:
(1) Ein Mann, der eine andere Person durch eine exhibitionistische Handlung belästigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Nach längerem Hin- und Her, aber am Ende doch einmütig, wird gefordert, daß hier „Mann“ zu streichen und durch „Person“ zu ersetzen ist. Auch wenn es wohl fast keine weiblichen Exhibitionisten gibt, bzw. diese von Männern nicht als „störend“ empfunden würden ;-)

(Hervorhebungen von mir)

Dazu arvids, GröMaZ der Piraten, Meinung über die „Freiheit im Netz“, aus der Sicht eines Vollzeit-Piraten:

Na ja, das Blog ist demnächst Geschichte und wird geschlossen; das nächste wird es auch sein, wenn sie so weiter macht.

(…)

Ist doch erfreulich wenn wenigsten eine diese Giftspritzereien dicht machen muss.
Sollte den anderen genauso gehen. Meine Meinung,

Arvid

Wie angreifbar nimmt sich gegen diese Denunziationen eines Hysterikers Überwachung und Repression außerhalb des Netzes aus, gegen die man wenigstens noch eine Chance hat, auf dem Rechtsweg zu gewinnen:

VG-Urteil zum V-Mann 123-Prozess vom 8.7.2009

Quelle: Blog von Wolf Wetzel

PS:

Im Übrigen gibt es auch hier auf dieser Bloggosphäre eine „Kleinigkeit“, die durchaus bemerkenswert ist:

http://isiswelt.blogsport.de/

Aus dem Quelltext ist zu lesen:

Dieses Blog dient dazu, weitere Beleidigungen durch eine Person auf dieser Plattform unter diesen Namen zu unterbinden, die auf einer anderen Plattform ein Blog gleichen Namens betrieb. Das alte Blog ist inzwischen gesperrt.

Freiheit im Netz gibt es nur ohne Piraten!

Unterschichten-TV: Minarett? Nicht nett!

Wenn Reality-TV zu real wird. Heute: Die Islamisierung Europas.

… also nichts Neues. Genau das gleiche Programm wie gestern. Oder vorgestern. Oder vorvorgestern. Oder morgen? Ich fürchte, ja. Der Islam ist eines dieser Themen, bei denen es sich offenbar lohnt, sein Hirn wegzuwerfen und in den Wald zu gehen, um mit den Wölfen ein Klagelied anzustimmen. Diesmal singt das Rudel von der Islamisierung Europas. Und ich sitze da so herum und schaue zu, wie bei allen Themen, bei denen ich weiß, dass das Rudel in seiner emotionsgeladenen Ekstase nicht zuhören will, geschweige denn kann. Es hat in gewisser Hinsicht etwas von Fernsehen, nur besser, realistischer, gefährlicher und spannender. Die Sendung Islam hat etwas besonders Apokalyptisches: Millionen kleiner Menschen wuseln wild aufgebracht herum, weil sie Angst haben, dass ihnen andere kleine Menschen, die 1:25 in der Unterzahl sind, ihre Religion aufzwingen wollen. Dramatik pur, wo sind die Chips? Wäre die Sendung kein Drama, was würde ich lachen, aber leider sprechen wir hier von Reality-TV, der kühnsten Errungenschaft des 20. Jahrhunderts. Und die macht leider auch vor dem Internet nicht halt.

Vielleicht erinnert sich noch jemand:
Gestern lieft das Drama unter dem Titel „Streit ums Butterbrot“ auf Pro-Koeln.org. (Die harmlos wirkende Überschrift täuscht!) Dort hieß es, dass zur Zeit leider nur eine (!) „Mutter ohne Migrationshintergrund“ noch den Mut habe, sich gegen das Verbot von Schweinefleisch an deutschen Schulen zu wehren. Der Rest ist bereits der islamistischen Gefahr angstvoll gewichen und kämpft um Integration im eigenen Land. Nur zaghaft hört man klägliche Rufe, dass Deutschland auch den Deutschen gehöre. Daran glauben tut niemand. Das Opfer wurde nämlich heimtückisch „von der Gruppenleiterin ihres Kindes zum Gespräch“ vorgeführt und muss sich nun für die antiislamistische Salamibeigabe in die Brotbüchse ihres Sprösslings verantworten! Heute

Beklagenswert (und ich bin froh, dass es jemand tut) ist vor allem der „selbstverständlich bewußtseinsbildende“ und natürlich schädliche Einfluss auf die Empfänger dieser unbotmäßigen Frechheit. Auf Grund der „üblichen Schmähungen“ musste ein Infobrief der AWO als Beweis hergezeigt werden, in dem es zudem schwarz auf weiß heißt (ja, ja, und Sie wollten es nicht glauben! Schämen sollten Sie sich!), dass darauf geachtet werde, kein Schweinefleisch zu reichen. Für diese verbrecherische Geste lassen sich keine anderen Worte finden als ein herzschmerzendes Wehklagen über die „Verbannung von Schweinefleisch aus dem schulischen Raum“. So sind die Kameraden aus der Domstadt: Gerechtigkeitsliebhaber. Wehe dem, der je Zweifel hatte!

Da ist es nur verständlich, wenn die Mahner zur Vorsicht nicht in den Stacheldraht der Niedertracht greifen und einsehen: „Selbstverständlich werden wir weder den Kindergarten benennen, noch den Namen des betroffenen Kindes, dem wir ansonsten einen Spießrutenlauf bescheren würden.“

Ja, den Kameraden von Pro Köln ist das Leben eines salamiliebenden Kindes noch was wert. Da werden Sie blass, was? „Da ist die persönliche Entscheidungsfreiheit ausgehebelt“ und es setzt das „Diktat des Islam“ und was tun Sie, hm? Bitte? Die Arbeiterwohlfahrt verbietet den Schülern an der Kölner Albert-Schweizer-Realschule in Köln-Ostheim mittels verräterischem Brief das Schweinefleisch und Sie gucken weg?! Nehmen Sie die Forke, zünden Sie die Fackeln an und stellen Sie sich gerade hin, Sie Gutmensch! Ihnen wird gleich jemand zugeteilt, der Ihnen sagt, wie Sie sich zu wehren haben. Werden Sie ruhig panisch, wir verteidigen Sie umgehend!

Und dann folgt der Abspann, ich sinke bestürzt in die gestickten Sofakissen, wische mir den kalten Schweiß von der Gutmenschenstirn und weiß:

Kein Mullah kann mehr Hass predigen als diese reaktionären urdeutschen Dummbeutel im Internet. Vielleicht sollte man beim „Kampf gegen den Islam“, als angenommenem Überfall auf die zivilisierte westliche Welt durch einen fundamentalistischen Mob und die Verbreitung barbarischer Unsitten, nicht so sehr auf Äußerlichkeiten achten, sondern sich viel eher den Inhalten zu wenden! Denn leider können sich die wütenden Horden migrantischer Barbaren aus den Moscheen und Koranschulen im Kampf ums Butterbrot nicht so sehr auf uneingeschränkte Solidarität verlassen wie der kerndeutsche Hampelmann von Stammtisch, Werkstatt und Hörsaal. Dem Teutonenmutanten stehen ja alle Türen offen; während Mustafa dauernd seinen Ausweis zeigen muss (sofern er einen hat) und mit Aktentasche nicht mal unbeaufsichtigt über die Straße kommt, verweilen chronisch diskriminierte deutsche „Hassprediger“ mit etwas angepassteren Umgangsformen, einem unauffälligen Outfit sowie der passenden Weltnetzheimseite unter Zuhilfenahme von Inländerstatus, Gleichberechtigung und Abschiebeverbot unter uns und verbreiten schamlos ihre einfältigen „Erkenntnisse“.

Und dann kamen die Schweizer ….was wird es morgen sein?




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